Prävention und Fortbildung

Fortbildungen und Präventionskonzepte zu Islamismus im Netz, Männlichkeitsbildern und Antisemitismus für Schulen, Jugendarbeit, Kommunen und Behörden.

Ich schule und berate Funktionsträger und Multiplikatoren, die in ihrer Arbeit mit Radikalisierung zu tun haben. Dazu gehören Lehrkräfte und Fachkräfte der Jugendarbeit ebenso wie Beschäftigte in Verwaltungen, kommunalen Ämtern und Sicherheitsbehörden. Meine Themen sind Islamismus im Netz, Männlichkeitsbilder zwischen Tradition und Radikalisierung sowie Antisemitismus in muslimischen und islamistischen Milieus. Für Träger entwickle ich Präventionskonzepte, Politik und Gremien berate ich in Fragen der Prävention.

Viele Lehrkräfte und Fachkräfte liegen im digitalen Raum weit hinter den Jugendlichen zurück, die mit sozialen Medien aufgewachsen sind. Ich erlebe bei ihnen eher Angst vor diesem Raum als Souveränität. Oft fehlt ihnen eigene Erfahrung mit den Plattformen, und sie wissen nicht, was sie den Inhalten entgegensetzen können. An diesen beiden Lücken setzen meine Fortbildungen an.

Wann Sie mich ansprechen

  • Schülerinnen und Schüler teilen Videos von Predigern, die sich als Lebensberater geben. Das Kollegium kann nicht einschätzen, ob dahinter Frömmigkeit oder Ideologie steht, und meidet das Gespräch.
  • Junge Männer in Ihrer Einrichtung übernehmen aus sozialen Medien Rollenbilder, die Kontrolle als Verantwortung ausgeben und sich dafür auf die Religion berufen.
  • Im Unterricht oder in der Jugendgruppe fallen abwertende Sätze über Juden und Israel, oft mit Bezug auf den Nahostkonflikt. Ihr Team muss einordnen, wo politischer Protest endet und Antisemitismus beginnt, und entscheiden, wie es reagiert.
  • Ihre Behörde will wissen, wie islamistische Akteure heute im Netz auftreten und Jugendliche erreichen.
  • Sie wollen als Träger ein Präventionsprojekt aufbauen und brauchen ein Konzept, das zu Ihrer Zielgruppe und Ihren Mitteln passt.
  • Sie planen als Kommune oder Stiftung ein Präventionsprojekt mit Moscheegemeinden und wollen vorher klären, welche Ziele realistisch sind.
  • Politik, Verwaltung oder ein Gremium braucht eine fachliche Einordnung zu Radikalisierung und Prävention.

Was ich übernehme

  • Fortbildungen und Vorträge. Ich zeige an aktuellen Beispielen, wie islamistische Akteure Jugendliche ansprechen, und erarbeite mit den Teilnehmenden, was sie im Gespräch entgegnen können. Islamismus im Netz kommt in meinen Vorträgen immer wieder vor, besonders beim Thema Antisemitismus. Nach der Auflösung bekannter Gruppen hat sich die Szene personalisiert. Einzelne Akteure führen deren Inhalte unter eigenem Namen weiter. Fachkräfte lernen bei mir, wie diese Personen Reichweite aufbauen und woran sich ihre Botschaften erkennen lassen, auch wenn sie sich als Lebenshilfe ausgeben.
  • Präventionskonzepte. Für Träger arbeite ich Präventions- und Projektkonzepte aus. Zuerst kläre ich mit Ihnen Bedarf, Zielgruppe und verfügbare Mittel. Das Konzept legt Ziele, Formate und Zeitplan fest.
  • Handreichungen. Auf Wunsch erarbeite ich zu einer Fortbildung eine eigene Handreichung, zugeschnitten auf Ihre Einrichtung und Ihre Zielgruppe.
  • Projekte mit Moscheegemeinden. Für Kommunen und Stiftungen, die mit Moscheegemeinden ein Präventionsprojekt planen, kläre ich vorab Ziele, Rollen und Erwartungen. Ob eine Gemeinde als Partner infrage kommt, hängt davon ab, ob sie Bezüge zum Extremismus hat. Das prüfe ich anhand öffentlich zugänglicher Quellen, die ich Ihnen mitliefere. Wie ich dabei vorgehe, beschreibe ich unter Akteure und Verbände einordnen.
  • Beratung von Politik und Verwaltung. Ich ordne Entwicklungen ein und zeige, was Prävention leisten kann und wo die Zuständigkeit der Sicherheitsbehörden beginnt. Gremien laden mich als Experten ein.

Themen für Vorträge und Fortbildungen

  • Islamismus im Netz zeigt, wie islamistische Akteure Jugendliche in sozialen Medien ansprechen und wie Fachkräfte pädagogisch darauf antworten.
  • Männlichkeitsbilder und Radikalisierung behandelt Rollenbilder, die sich auf die Religion berufen, und Gegenentwürfe für die Arbeit mit jungen Männern.
  • Antisemitismus in muslimischen Milieus unterscheidet politischen Protest von israelbezogenem Antisemitismus und klassischer Judenfeindschaft und fragt, wann sich das Gespräch lohnt.
  • Religionsfreiheit und Islamismus in der Schule klärt, was Schülerinnen und Schüler religiös leben dürfen und woran Lehrkräfte islamistische Ideologie erkennen, ohne gläubige Jugendliche unter Generalverdacht zu stellen.

Weitere Themen finden Sie unter Vorträge & Workshops.

Was Sie danach in der Hand haben

Nach einer Fortbildung erhalten Sie die Präsentation für Ihre Dokumentation, bei Bedarf auch die Handreichung für Ihr Team. Ein Präventionskonzept übergebe ich schriftlich. Ihr Team kann es selbst umsetzen oder als Grundlage für einen Antrag oder eine Ausschreibung nutzen.

Formate und Rahmen

  • Vorträge dauern 30 bis 60 Minuten. Die Zahl der Zuhörenden ist nicht begrenzt.
  • Workshops und Fortbildungen dauern in der Regel einen halben bis einen ganzen Tag. Ich biete auch kürzere Formate ab zwei Stunden und Wochenendworkshops an.
  • Workshops sind für bis zu etwa 20 Personen ausgelegt.
  • Ich arbeite vor Ort und online.
  • Konzepte und Handreichungen entstehen in Abstimmung mit Ihrem Team. Umfang und Zeitplan legt das Angebot fest.

Erfahrung

  • Im Dezember 2025 habe ich für das Berliner Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung an Schulen (BLiQ) eine Online-Fortbildung für Lehrkräfte zu Männlichkeitsbildern zwischen Tradition und Radikalisierung gehalten, mit Vortrag und Diskussion (Bericht).
  • Beim Fachtag des Bundesforums Männer habe ich 2025 in einem Panel und einem Workshop über Männlichkeitsbilder in der muslimischen Jugendarbeit gesprochen, im selben Jahr auch in einem Fachgespräch der AJS NRW.
  • Bei einem Fachtag des Theaters Oberhausen zu antisemitismuskritischer Bildungsarbeit habe ich 2025 einen Workshop zu Antisemitismus in muslimischen Kontexten gehalten. Das Theater hat ihn für den nächsten Fachtag erneut angefragt.
  • Für eine Antidiskriminierungsberatungsstelle habe ich 2025 zwei interne Gesprächsrunden mit Fachvortrag zu Antisemitismus in muslimischen und islamistischen Milieus gestaltet. Um den zweiten Termin bat die Beratungsstelle noch am Tag des ersten.

Gelbe und blaue Moderationskarten an einer Pinnwand

Moderationswand aus meinem Workshop beim Fachtag des Bundesforums Männer, 2025

Von 2015 bis 2024 habe ich als freier Berater (Karahan Consulting) Präventions- und Projektkonzepte für verschiedene Träger ausgearbeitet.

  • Für einen Bildungsträger habe ich das Umsetzungskonzept eines Projekts ausgearbeitet, das muslimische Multiplikatoren gegen religiös begründete Demokratiefeindlichkeit stärken sollte. Das Konzept sah vor, dass sie Argumente selbst entwickeln und im eigenen Umfeld erproben.
  • Für einen Träger habe ich ein Konzept zu Prävention und Deradikalisierung im Justizvollzug ausgearbeitet. Es sah auch Schulungen für das Vollzugspersonal vor.
  • Für ein Präventionsnetzwerk habe ich 2016 eine Kurzexpertise verfasst. Dafür habe ich Entscheidungsträger muslimischer Verbände gefragt, welche Bedenken ihre Organisationen gegenüber Präventionsprojekten haben und unter welchen Bedingungen sie mitarbeiten würden.

Weitere Fortbildungen und Vorträge finden Sie unter Referenzen.

Was ich nicht übernehme

Einzelfallberatung, Gefährdungseinschätzungen einzelner Personen, Ausstiegsbegleitung und Elternberatung übernehme ich nicht. Mit Jugendlichen und Familien arbeite ich nicht direkt.

Analysen zum Thema

Keine Treffer

Weitere Analysen

So läuft es ab

  1. Gespräch. Auf Ihre Anfrage antworte ich innerhalb von zwei Werktagen und schlage einen Termin für ein Erstgespräch vor. Das Gespräch dauert 30 Minuten, ist kostenfrei und unverbindlich. Ich führe es bevorzugt per Video, auf Wunsch auch am Telefon. Eine fertige Fragestellung brauchen Sie dafür nicht.
  2. Angebot. Innerhalb von fünf Werktagen nach dem Erstgespräch erhalten Sie ein schriftliches Angebot. Zielgruppe, Dauer, Format und Material lege ich mit Ihnen fest. Gibt Ihr Haus einen eigenen Vertrag vor, arbeite ich damit.
  3. Durchführung. Vorträge, Workshops und Fortbildungen finden vor Ort oder online statt. Bei einer längeren Begleitung stimme ich nach jedem Abschnitt mit Ihnen den nächsten Schritt ab.
  4. Nachbereitung. Auch sie gehört zum Auftrag. Sie erhalten Material für Ihre Dokumentation und auf Wunsch ein Resümee, das mögliche Folgeschritte benennt.

Vertraulichkeit

Anfragen und Aufträge behandle ich vertraulich. Wünschen Sie eine Vertraulichkeitsvereinbarung, unterschreibe ich Ihre oder lege eine eigene vor. Namen von Auftraggebern nenne ich nur mit deren Freigabe. Inhalte aus Beratungen gebe ich nur anonymisiert wieder.

Doppelmandate übernehme ich nicht. In einer Sache arbeite ich nur für einen Auftraggeber und nie für dessen Gegenüber, und zu einem Träger nehme ich keine zwei Aufträge an, die gegeneinander laufen. Was ich aus einem früheren Mandat weiß, verwende ich in keinem späteren Auftrag.

Aufträge von Organisationen mit Extremismusbezug lehne ich ab. Bei Trägern prüfe ich das, bevor ich zusage. Sicherheitsbehörden können mich beauftragen. Rechtsberatung biete ich nicht an.

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