Wer mit wem am Tisch sitzt

Gesellschaft-Politik
Ankara ermittelt gegen die Süleymancı-Gemeinschaft und nennt dabei das Kölner VIKZ-Zentrum. Was das für Kooperation mit muslimischen Verbänden heißt.
Autor:in

Engin Karahan

Veröffentlichungsdatum

23. Oktober 2026

Leerer Sitzungsraum mit langem Holztisch, schwarzen Stühlen, unbeschrifteten Namensschildern, Mappen und Wasserkaraffen, durch die Fenster fällt Nachmittagslicht.

Seit dem 13. August 2026 geht die Generalstaatsanwaltschaft Ankara in mehreren Wellen gegen die Führung der Süleymancı-Gemeinschaft vor, aus der in Deutschland der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) hervorgegangen ist. Im Zentrum steht Alihan Kuriş, der sich selbst als Enkel und Erben des Gründers Süleyman Hilmi Tunahan bezeichnet. Nach Angaben der regierungsnahen Nachrichtenagentur Anadolu1 waren Ende August vier Vereine und fünfzig Firmen beschlagnahmt und die Firmen unter Zwangsverwaltung gestellt, Justizminister Akın Gürlek sprach Anfang Oktober von 162 Beschuldigten, von denen hundert in Untersuchungshaft säßen (Diken, 19.10.2026)2, und am 19. Oktober folgte die bislang letzte Welle mit Durchsuchungen in zwölf Provinzen.

Für Deutschland ist ein Satz wichtig, den Innenminister Mustafa Çiftçi schon am ersten Tag im Fernsehen gesagt hat. Er verwies auf die große Zentrale, die die Gemeinschaft in Köln baue, und erklärte, man gehe davon aus, dass nach ihrer Fertigstellung sämtliche Aktivitäten dorthin verlagert würden (Euronews Türkçe, 13.08.2026)3. Belege für diese Einschätzung nannte er nicht. Am 10. September teilte Gürlek mit, man habe Deutschland um Rechtshilfe ersucht (Anadolu, 10.09.2026)4. Der VIKZ hat am 4. September von einer „Verleumdungskampagne“ gesprochen, die Kosten des Kölner Neubaus mit 37,5 Millionen Euro angegeben, die zu 84 Prozent über Bankdarlehen finanziert seien, und erklärt, es sei „zu keinem Zeitpunkt … auch nur ein einziger Cent aus der Türkei in dieses Projekt geflossen“ (VIKZ, 04.09.2026)5.

Wer in Deutschland mit muslimischen Verbänden zusammenarbeitet, an einem Runden Tisch der Religionen, in einem kommunalen Gremium oder in einem Beirat, wird diesen Konflikt zu spüren bekommen, obwohl keine deutsche Stelle an ihm beteiligt ist. Ich erwarte, dass sich ein Muster wiederholt, das wir aus den Jahren nach 2016 kennen, und dass es diesmal tiefer in die bestehenden Kooperationen eingreift, weil es einen Verband trifft, der seit Jahrzehnten zu ihrem festen Bestand gehört.

Was Ankara sagt und was andere darin sehen

Die türkische Regierung bestreitet jede religionspolitische Absicht. Es gebe „keinesfalls eine Operation gegen eine religiöse Auffassung, eine religiöse Gemeinschaft oder zivilgesellschaftliche Organisationen“, sagte Gürlek am 13. August, die Operation richte sich gegen eine Finanzstruktur.6 Vorgeworfen werden Geldwäsche, Betrug und Steuerdelikte. Seit dem 20. September prüfen die Ermittler nach Angaben der Anadolu außerdem Hinweise auf Aktivitäten zur Beeinflussung von Wahlen (Anadolu, 20.09.2026)7. Ob diese Vorwürfe zutreffen, kann von hier aus kaum beurteilt werden, und darüber werden türkische Gerichte zu entscheiden haben. Zum Bild gehört auch ein Machtkampf in der Gemeinschaft selbst, denn der frühere AKP-Abgeordnete Fatih Süleyman Denizolgun, ein Urenkel des Gründers, hat die Führung um Kuriş scharf kritisiert und erklärt, die Ermittlungen richteten sich gegen sie und nicht gegen die Basis und die Kurse der Gemeinschaft (Sözcü, 16.08.2026)8.

Zugleich wird der Verdacht einer politischen Auswahl auch im Regierungslager ausgesprochen. Bülent Arınç, einer der Gründer der AKP, berichtete Ende August öffentlich, ihm werde die Frage gestellt, ob es eine solche Operation gegeben hätte, wenn die Gemeinschaft die AKP unterstützt hätte, und er wolle sie mit Nein beantworten können. Den Beteuerungen der Minister schenke er Glauben, im Verfahren gebe es aber deutliche Verstöße gegen die Strafprozessordnung (soL, 27.08.2026)9.

Für die deutsche Seite wiegt eine andere Ebene schwerer als die strafrechtliche. Regierungsnahe und nationalistische Medien begleiten die Ermittlungen mit einer Erzählung, die den VIKZ in die Nähe des Bundesnachrichtendienstes und der Gülen-Bewegung rückt. Das Portal Türkiye Bülteni verbreitete Ende August die Behauptung, die Beziehungen der Süleymancılar zum BND reichten bis in die Nachkriegszeit zurück (Türkiye Bülteni, 31.08.2026)10. Die Zeitung Takvim aus der Sabah-Gruppe hat am Tag der ersten Festnahmen ausgerechnet den interreligiösen Dialog zum Verdachtsmoment erklärt. Eines der wichtigsten Mittel, mit denen sich die Gülen-Bewegung im Ausland Legitimität verschafft habe, sei der „interreligiöse Dialog“ gewesen, und man sehe, dass auch der VIKZ seit vielen Jahren Dialog mit der katholischen Kirche, anderen christlichen Gemeinschaften und jüdischen Einrichtungen führe (Takvim, 13.08.2026)11. Wer so schreibt, macht jede Begegnung mit dem VIKZ in der türkischsprachigen Öffentlichkeit erklärungsbedürftig, und diese Begegnungen finden in deutschen Städten statt, oft gemeinsam mit der DITIB.

Ein Muster, das älter ist als dieser Konflikt

Die Konkurrenz zwischen der türkischen Religionsbehörde und der Süleymancı-Gemeinschaft ist so alt wie die muslimische Organisation in Deutschland. Das Islamische Kulturzentrum in Köln, aus dem 1980 der VIKZ hervorging, wurde 1973 gegründet, und die Gründung des DITIB-Dachverbands im Jahr 1984 spiegelte nach Andreas Blätte die Sorge wider, dass sich unter den Türkeistämmigen die Süleymancı-Gemeinschaft und die Bewegung Necmettin Erbakans ausbreiteten (Heinrich-Böll-Stiftung, 2013)12. Andreas Gorzewski nennt die Millî-Görüş- und die Süleyman-Bewegung in seiner Studie über die DITIB „die beiden wichtigsten Konkurrenten der DİTİB“ (Gorzewski 2015)13.

Wie eine solche Konkurrenz in deutsche Kooperationen hineinwirkt, ließ sich nach dem Putschversuch von 2016 beobachten. Die DITIB räumte im Januar 2017 ein, dass einige ihrer Imame Informationen über mutmaßliche Anhänger der Gülen-Bewegung an türkische Stellen weitergegeben hatten (DW, 12.01.2017)14. Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft wurden im Dezember 2017 eingestellt (DW, 06.12.2017)15, für den Dialog vor Ort blieben die Folgen trotzdem greifbar. Die Evangelische Kirche von Westfalen hielt 2018 fest, dass viele Akteure aus DITIB-Gemeinden ihre Dialogaktivitäten auch „aus Angst vor einer Spaltung der Gemeinden sowie vor interner Ausgrenzung“ verringerten (EKvW, 2018)16. Den Weg, auf dem solche Rücksichten entstehen, hat die Bundesregierung im selben Jahr beschrieben. Die Türkei übe über ihre Botschaft und die Generalkonsulate die Dienstaufsicht über die entsandten Imame aus, und daraus ergäben sich „vielfältige Möglichkeiten für staatliche türkische Stellen, auf Gemeindemitglieder und mittelbar auch auf die türkische Diaspora in Deutschland Einfluss zu nehmen“ (Deutscher Bundestag, 09.10.2017)17. Der heutige DITIB-Vorsitzende Ramazan Ilıkkan war bis Anfang 2017 selbst Religionsattaché am Generalkonsulat in Düsseldorf (vgl. „Antrittsbesuch in Hannover“).

Dass dieser Mechanismus auch das Verhältnis zum VIKZ erfasst, ist bereits dokumentiert, und zwar vor den jetzigen Ermittlungen. Nach einem Dialogtreffen in Düsseldorf am 16. Oktober 2023 hatte die DITIB eine gemeinsame Erklärung mitgetragen, in der vom „Hamas-Terror“ die Rede war. Als der Journalist Murat Yetkin das im Juni 2024 in der Türkei bekannt machte (Yetkin Report, 30.06.2024)18, schob der damalige DITIB-Vorsitzende Muharrem Kuzey die Verantwortung den Süleymancılar zu. Deren Vertreter habe eine Pressemitteilung vorgeschlagen, dann sei ein fertiger Text vorgelegt worden, und der sei „sehr hart“ gewesen (Euronews Türkçe, 08.07.2024)19. Der VIKZ war schon im Oktober 2023 aus dem Koordinationsrat der Muslime ausgetreten, den er mitgegründet hatte (VIKZ, 20.10.2023)20. An dieser Episode lässt sich ablesen, wie eine Erklärung, die in Düsseldorf niemand für heikel hielt, die DITIB vor der türkischen Öffentlichkeit in Erklärungsnot brachte und wie sie sich entlastete, indem sie auf den anderen Verband zeigte, und zwar mit der Bezeichnung, die in der Türkei für ihn üblich ist.

Was sich verschärft

Die Gülen-Bewegung stand in Deutschland weitgehend außerhalb der Verbändelandschaft, mit eigenen Vereinen, Schulen und Dialogforen. Der VIKZ gehört dagegen zu ihrem Kern. Er hat den Koordinationsrat der Muslime mitgegründet, das Land Schleswig-Holstein hat am 24. September 2025 einen Vertrag mit ihm geschlossen (Land Schleswig-Holstein, 24.09.2025)21, während die Gespräche mit DITIB und Schura nach einem Bericht von IslamiQ22 stockten, und in vielen Städten sitzt er mit der DITIB in denselben Gremien, etwa im Duisburger Runden Tisch der Religionen (Katholische Stadtkirche Duisburg)23 oder im Beirat des Zentrums für Islamische Theologie in Tübingen (Universität Tübingen)24. Wenn ein türkisches Strafverfahren eine solche Organisation und ihr Kölner Zentrum ausdrücklich adressiert, erreicht der Konflikt den Kernbestand der Kooperationen, die Kommunen, Länder und Kirchen in den vergangenen Jahrzehnten aufgebaut haben.

Wie wenig solche Frontlinien von Dauer sind, steht in derselben Antwort der Bundesregierung von 2017. Ihr war damals bekannt, dass Angehörige der Botschaft und der Generalkonsulate an Veranstaltungen der DITIB, der IGMG und des VIKZ teilnahmen.25 Die Grenze zwischen geduldeten und verdächtigen Gesprächspartnern folgt der jeweiligen Lage in Ankara, und deutsche Kooperationen, die auf die Verbände bauen, übernehmen diese Schwankungen, ohne an ihnen beteiligt zu sein.

Öffentlich dokumentiert ist bislang kein Fall, in dem eine DITIB-Gemeinde seit August eine gemeinsame Veranstaltung mit dem VIKZ abgesagt hätte. Für den Gelsenkirchener Friedensweg der Religionen am 22. September waren DITIB, VIKZ und IGMG gemeinsam als Mitwirkende angekündigt (Evangelischer Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid)26. Ich rechne trotzdem damit, dass sich das ändert, sobald gemeinsame Auftritte in der türkischsprachigen Öffentlichkeit sichtbar werden, denn die Episode von 2024 zeigt, wie schnell eine Begegnung, die vor Ort selbstverständlich ist, in Ankara zur Belastung wird. Viele DITIB-Vorstände werden wohl nicht anders können, weil sie sich gegenüber den Religionsattachés und der Diyanet sonst erklären müssten. Manches wird aber auch vorauseilender Gehorsam sein, der keine Weisung abwartet. Mit der persönlichen Überzeugung der ehrenamtlichen Vorstände hat das oft wenig zu tun, denn ihre Gemeinden hängen an einer Struktur, die ihnen die Imame als türkische Staatsbeamte entsendet.

Wo die Frage ankommt

Unter den muslimischen Verbänden selbst ist die gemeinsame Vertretung schon geschwächt, seit der VIKZ den Koordinationsrat verlassen hat. Wenn DITIB-Gemeinden nun auch vor Ort die Nähe zum VIKZ meiden, reicht die Linie, die in Ankara gezogen wird, bis in die Nachbarschaft zweier Moscheen derselben Stadt.

Kirchen und jüdische Gemeinden pflegen den Dialog mit beiden Verbänden, und gerade dieser Dialog wird in der regierungsnahen türkischen Presse inzwischen als Beleg gegen den VIKZ angeführt. Wer ein interreligiöses Format verantwortet, muss deshalb damit rechnen, dass ein Partner sein Fernbleiben mit Terminen oder Zuständigkeiten begründet, während der eigentliche Grund in einer anderen Öffentlichkeit liegt, die am Tisch niemand verfolgt. Die westfälische Kirche hat das 2018 beschrieben, und ihre Antwort im damaligen Konflikt zwischen DITIB und Gülen-Bewegung war, den Kontakt zu beiden Seiten zu halten, ohne sich ausschließlich mit einer von ihnen zu identifizieren.27

Am deutlichsten wird es in den Kommunen. Städte laden zu Runden Tischen, Friedenswegen, Gedenkveranstaltungen und Festen ein, sie stellen Programme zusammen und veröffentlichen sie. Wenn ein Partner verlangt, nicht neben einem anderen genannt zu werden, oder ausbleibt, sobald der andere zusagt, steht die Verwaltung vor einer Entscheidung, die sie leicht unterschätzt. Passt sie ihre Formate an, um den Konflikt zu vermeiden, setzt sie die Linie aus Ankara in ihren eigenen Veranstaltungen um, ohne das zu wollen.

Was daraus folgt

Kommunen und Kirchen sollten die Frage, wer mit wem auftritt, nach eigenen Regeln beantworten, die für alle Beteiligten gleich gelten und vorher bekannt sind. Wer wegen eines anderen Teilnehmers absagt, trifft diese Entscheidung selbst, und es spricht nichts dagegen, ihn um eine Begründung zu bitten und diese Begründung festzuhalten. So wird sichtbar, ob eine Absage örtliche Gründe hat oder einer Linie folgt, die anderswo gezogen wird.

Ebenso wenig sollten deutsche Stellen Partei im türkischen Verfahren ergreifen. Dass in Ankara ermittelt wird, macht den VIKZ hier nicht verdächtig, und dass er unter Druck steht, macht ihn nicht zu einem besseren Partner. Ob einem Rechtshilfeersuchen entsprochen wird, entscheiden deutsche Behörden nach deutschem Recht, und ob der VIKZ als Partner taugt, entscheidet sich an seinem Verhalten hier, an denselben überprüfbaren Erwartungen, die für jede Gemeinde gelten sollten (vgl. „IGMG: Kein Verband im Übergang“).

Zu diesen Erwartungen gehört auch die Kritik, die es am VIKZ in Deutschland seit Langem gibt und die mit Ankara nichts zu tun hat. Sie richtet sich vor allem gegen die Schülerwohnheime des Verbandes. Eine Kleine Anfrage im nordrhein-westfälischen Landtag fasste 2018 zusammen, ein Gutachten im Auftrag des Hessischen Sozialministeriums habe die Wohnheime 2004 als streng scharia-orientiert und integrationshemmend bezeichnet, und 2008 hätten Medien ein Dossier der Kölner Polizei zitiert, das dem Verband eine antiwestliche, antidemokratische und antijüdische Haltung vorwarf. Die Landesregierung antwortete, in den Verfahren zur Betriebserlaubnis seien keine kindeswohlgefährdenden Aspekte festgestellt worden, und die Träger des VIKZ würden wie alle anderen behandelt (Landtag NRW, Drucksache 17/2832)28. Der Publizist Erol Ünal, der als Jugendlicher eine Koranschule des VIKZ besucht hat, sagt, der VIKZ stehe für „archaische Islam-Lehren, die freiheitlichen Werten diametral entgegenstehen“ (Stuttgarter Zeitung, 21.07.2022)29, und er hat im August im Deutschlandfunk30 von strengen Hierarchien und einer Pädagogik der Angst berichtet. Nach demselben Beitrag hat der VIKZ in Nordrhein-Westfalen beantragt, Körperschaft des öffentlichen Rechts zu werden, die Kölner SPD-Politikerin Lale Akgün mahnt die Staatskanzlei zur Vorsicht. Diese Kritik verdient eine Antwort des VIKZ, und sie verliert nicht dadurch an Gewicht, dass Ankara den Verband heute aus ganz anderen Gründen angreift. Eine Kommune, die mit ihm zusammenarbeitet, sollte sie nach eigenen Maßstäben prüfen, unabhängig davon, was in Ankara gegen den Verband vorgebracht wird.

Die grundsätzliche Folgerung reicht weiter. Kooperationen, die nur funktionieren, wenn DITIB und VIKZ gemeinsam zusagen, machen sich von der Lage in Ankara abhängig, auf die hier niemand Einfluss hat. Das ist ein weiterer Grund, Beiräte, Runde Tische und kommunale Gremien so zu besetzen, dass sie die Vielfalt vor Ort abbilden, mit muslimischen Fachkräften, Theologinnen und Theologen, Pädagoginnen und Pädagogen und mit Initiativen, die keinem Verband angehören (vgl. „Akteure und Verbände einordnen“). Ein Gremium, in dem die Verbände eine Stimme unter mehreren haben, bleibt arbeitsfähig, wenn einer von ihnen aus Rücksicht auf Ankara fernbleibt, während eines, das allein auf sie gebaut ist, nach jeder Wendung der türkischen Innenpolitik neu klären muss, wer mit wem am Tisch sitzt.

Bildnachweis. Das Beitragsbild ist eine KI-generierte Illustration.

Fußnoten

  1. Gemici, Orhan Onur: „‚Alihan Kuriş çıkar amaçlı suç örgütü’ soruşturmasında bugüne kadar 81 şüpheli tutuklandı“. Anadolu Ajansı, 29. August 2026. Im Wortlaut „50 şirket ile 4 derneğe el konulurken, bu şirketlere kayyum atandı“. Online: https://www.aa.com.tr/tr/gundem/alihan-kuris-cikar-amacli-suc-orgutu-sorusturmasinda-bugune-kadar-81-supheli-tutuklandi/4040878 (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  2. Arslan, Bişar: „Süleymancılar soruşturması: 38 gözaltı kararı“. Diken, 19. Oktober 2026. Dort Gürlek vom 6. Oktober 2026 im Wortlaut „Şu an bildiğim kadarıyla 26 adli kontrol, 100 tutuklu, 162 şüpheli var.“ Online: https://www.diken.com.tr/suleymancilar-sorusturmasi-38-gozalti-karari/ (abgerufen am 23.10.2026). Zur Welle vom 19. Oktober ebenso Torun, Neriman Senanur: „‚Alihan Kuriş çıkar amaçlı suç örgütü’ soruşturmasında 22 şüpheli yakalandı“. Anadolu Ajansı, 19. Oktober 2026. Online: https://www.aa.com.tr/tr/gundem/alihan-kuris-cikar-amacli-suc-orgutu-sorusturmasinda-22-supheli-yakalandi/4092984 (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  3. Başaran, Burcu: „Süleymancılar operasyonu: Hangi suçlamalar yöneltildi, kimler gözaltına alındı?“. Euronews Türkçe, 13. August 2026. Çiftçi im Wortlaut „Bu bina bittiğinde, inşaat tamamlandığında faaliyetlerin tamamının oraya da kaydırılacağını, artık faaliyetlerin orada yürütüleceğini de değerlendiriyoruz.“ Übersetzung von mir. Online: https://tr.euronews.com/2026/08/13/suleymancilar-cemaatine-operasyon-hangi-suclamalar-yoneltildi-kimler-gozaltina-alindi (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  4. Bıyıklı, Mikail; Yeşildal, Zeynep: „Adalet Bakanı Gürlek: Bizim için en önemli konulardan biri Gülistan’ın naaşının bulunması“. Anadolu Ajansı, 10. September 2026. Im Wortlaut „Almanya’dan adli yardım talebinde bulunuldu.“ Online: https://www.aa.com.tr/tr/gundem/adalet-bakani-gurlek-bizim-icin-en-onemli-konulardan-biri-gulistanin-naasinin-bulunmasi/4052815 (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  5. Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ): „Pressemitteilung“. 4. September 2026. Online: https://www.vikz.de/de/aktuelles/pressemitteilung.html (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  6. Başaran, Burcu: „Süleymancılar operasyonu: Hangi suçlamalar yöneltildi, kimler gözaltına alındı?“. Euronews Türkçe, 13. August 2026 (wie oben). Im Wortlaut „Burada kesinlikle dini bir görüşe, dini bir cemaate ya da sivil toplum kuruluşlarına karşı bir operasyon yok. Bu, tamamen mali yapılanmaya yönelik bir operasyon.“ Übersetzung von mir. Online: https://tr.euronews.com/2026/08/13/suleymancilar-cemaatine-operasyon-hangi-suclamalar-yoneltildi-kimler-gozaltina-alindi (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  7. Cesur, Emrullah: „‚Alihan Kuriş çıkar amaçlı suç örgütü’ soruşturmasında 29 şüpheli hakkında gözaltı kararı“. Anadolu Ajansı, 20. September 2026. Im Wortlaut „seçim süreçlerini etkilemeye yönelik organizasyonel ve finansal faaliyetlerde bulunduklarına ilişkin bulgular da soruşturma dosyasına yansırken, bu konudaki inceleme devam ediyor“. Online: https://www.aa.com.tr/tr/gundem/alihan-kuris-cikar-amacli-suc-orgutu-sorusturmasinda-29-supheli-hakkinda-gozalti-karari-/4062336 (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  8. Sözcü: „Süleymancıların kurucusunun torunu eski AKP’li vekil sessizliğini bozdu: Cemaat tabanına yönelik değil“. 16. August 2026. Im Wortlaut „buradaki hedef cemaat tabanımız ve kurslarımız değildir“. Online: https://www.sozcu.com.tr/fatih-suleyman-denizolgun-suleymancilar-aciklamasi-p349702 (abgerufen am 23.10.2026). Sözcü nennt Denizolgun einen Enkel („torunu“) Tunahans. Nach den Wikipedia-Artikeln zu ihm und zu seinem Vater Mehmet Beyazıt Denizolgun, dessen Mutter eine Tochter Tunahans war, ist er dessen Urenkel. Online: https://tr.wikipedia.org/wiki/Mehmet_Beyaz%C4%B1t_Denizolgun (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  9. soL: „‘Süleymancıların dostu’ Arınç’tan uyarı: ‘AKP’yi destekleselerdi başlarına böyle bir iş gelir miydi?’“. 27. August 2026. Im Wortlaut „Kendisine, ‚Bu cemaat AK Parti’yi destekleseydi başlarına böyle bir iş gelir miydi? Böyle bir operasyon olur muydu?’ sorularının yöneltildiğini aktaran Arınç“ und „Bu beyanlara itibar ederim.“ Online: https://haber.sol.org.tr/haber/suleymancilarin-dostu-arinctan-uyari-akpyi-destekleselerdi-baslarina-boyle-bir-gelir-miydi (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  10. Türkiye Bülteni: „Süleymancıların Almanya planı ortaya çıktı: Kuriş kaçıp cemaati oradan yönetecekti“. 31. August 2026. Im Wortlaut „Süleymancıların Alman istihbaratı BND ile ilişkilerinin Nureddin Nemangani üzerinden başladığı ileri sürüldü.“ Online: https://www.turkiyebulteni.com/news/suleymancilarin-almanya-plani-ortaya-cikti-kuris-kacip-cemaati-oradan-yonetecekti (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  11. Akseki, Yunus: „Alihan Kuriş dosyasında Almanya hattı! FETÖ izi dikkat çekti“. Takvim, 13. August 2026. Im Wortlaut „FETÖ’nün yurt dışında yıllarca kullandığı en önemli meşruiyet araçlarından biri ‚dinlerarası diyalog’ faaliyetleri oldu. Süleymancıların Almanya yapılanması VIKZ’nin de Katolik Kilisesi, diğer Hristiyan toplulukları ve Yahudi kuruluşlarla uzun yıllara yayılan dinlerarası diyalog faaliyetleri yürüttüğü görülüyor.“ Übersetzung von mir. Online: https://www.takvim.com.tr/guncel/2026/08/13/alihan-kuris-dosyasinda-almanya-hatti-feto-izi-dikkat-cekti (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  12. Blätte, Andreas: „Islamische Verbände in verbandsökonomischer Perspektive“. Heimatkunde, Migrationspolitisches Portal der Heinrich-Böll-Stiftung, online seit November 2013 (Stand des Textes November 2010). Online: https://heimatkunde.boell.de/de/2013/11/18/islamische-verb%C3%A4nde-verbands%C3%B6konomischer-perspektive (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  13. Gorzewski, Andreas (2015): „Gegen Spaltung und Sektierertum – Die Gründung der DİTİB“. In ders.: Die Türkisch-Islamische Union im Wandel. Wiesbaden, Springer VS, S. 7–21. Zitiert nach der Zusammenfassung des Kapitels. Online: https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-08867-5_2 (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  14. Winter, Chase: „Turkish Islamic group says imams spied in Germany“. Deutsche Welle, 12. Januar 2017. Online: https://www.dw.com/en/turkish-islamic-organization-ditib-admits-preachers-spied-in-germany/a-37106126 (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  15. Deutsche Welle: „Ermittlungen gegen Ditib-Imame eingestellt“. 6. Dezember 2017. Online: https://www.dw.com/de/ermittlungen-wegen-spitzelvorw%C3%BCrfen-gegen-ditib-imame-eingestellt/a-41670464 (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  16. Evangelische Kirche von Westfalen (Lange-Sonntag, Ralf): „Stellungnahme zum Umgang mit DITIB“. Bielefeld, 10. Juli 2018, Abschnitt 2. Online: https://www.evangelisch-in-westfalen.de/fileadmin/user_upload/Kirche/Kirchliches_Leben/Haeufige_Fragen/Stellungnahme_zum_Umgang_mit_DITIB_180710_1.pdf (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  17. Deutscher Bundestag: „Einfluss der Türkei auf Diaspora“. hib, heute im bundestag, Nr. 539/2017, 9. Oktober 2017, zur Antwort der Bundesregierung auf Drucksache 18/13658. Online: https://www.bundestag.de/webarchiv/presse/hib/2017_10/529360-529360 (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  18. Yetkin, Murat: „Diyanet İşleri ve Hamas: Türkiye’de başka, Almanya’da başka mı?“. Yetkin Report, 30. Juni 2024. Dort der Wortlaut der Erklärung in Yetkins Übersetzung „Hamas terörü bölge genelinde sayısız masum insana tarifsiz acılar yaşatmıştır.“ Online: https://yetkinreport.com/2024/06/30/diyanet-isleri-ve-hamas-turkiyede-baska-almanyada-baska-mi/ (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  19. Euronews Türkçe: „DİTİB, Hamas’a ‚terör örgütü’ denen bildiriden Süleymancılar’ı sorumlu tuttu“. 8. Juli 2024. Kuzey im Wortlaut „Süleymancıların temsilcisi ‚Bir basın açıklaması yayınlayalım’ dedi. Sonra önümüze hazır bir metin konuldu. Çok ağırdı.“ Übersetzung von mir. Online: https://tr.euronews.com/2024/07/08/ditib-hamasa-teror-orgutu-denen-bildiriden-suleymancilari-sorumlu-tuttu (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  20. Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ): „VIKZ verlässt den Koordinationsrat der Muslime (KRM)“. 20. Oktober 2023. Im Wortlaut „Mit Wirkung zum heutigen Tage (20.10.2023) tritt der VIKZ als ursprüngliches Gründungsmitglied aus dem Koordinationsrat der Muslime (KRM) aus.“ Die Mitteilung nennt keine Gründe. Online: https://www.vikz.de/de/aktuelles/vikz-verlaesst-den-koordinationsrat-der-muslime-krm.html (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  21. Land Schleswig-Holstein: „Stärkung der Religionsfreiheit: Land Schleswig-Holstein und VIKZ schließen Vertrag“. Pressemitteilung vom 24. September 2025. Online: https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/III/Presse/PI/2025/09_September/20250924_VIKZ?nn=549a8fa0-66c0-4da0-9f19-70e4be245eac (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  22. IslamiQ: „Land schließt Vertrag mit VIKZ – Gespräche mit DITIB und SCHURA stocken“. 26. September 2025. Online: https://www.islamiq.de/2025/09/26/land-schliesst-vertrag-mit-vikz-gespraeche-mit-ditib-und-schura-stocken/ (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  23. Katholische Stadtkirche Duisburg: „Runder Tisch der Religionen“. Ohne Datum, mit DITIB Duisburg und VIKZ Duisburg unter den Mitgliedern. Online: https://www.stadtkirche-duisburg.de/stadtangebote/interreligi%C3%B6ser-dialog/runder-tisch-der-religionen/ (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  24. Universität Tübingen, Zentrum für Islamische Theologie: „Beirat“. Ohne Datum, mit Mitgliedern auf Vorschlag von DITIB, IGBD und VIKZ. Online: https://uni-tuebingen.de/fakultaeten/zentrum-fuer-islamische-theologie/zentrum/beirat/ (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  25. Deutscher Bundestag: „Einfluss der Türkei auf Diaspora“. hib vom 9. Oktober 2017 (wie oben). Im Wortlaut ist „die Teilnahme von Angehörigen der Türkischen Botschaft und Generalkonsulate an Veranstaltungen der Ditib, der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) oder des Verbandes der Islamischen Kulturzentren e. V. (VIKZ) bekannt“. Online: https://www.bundestag.de/webarchiv/presse/hib/2017_10/529360-529360 (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  26. Evangelischer Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid: „Friedensweg der Religionen“. Terminankündigung für den 22. September 2026, veranstaltet vom Interkulturellen und Interreligiösen Arbeitskreis Gelsenkirchen, unter den Mitwirkenden die Moscheegemeinden von DITIB, VIKZ und IGMG. Online: https://www.kirchegelsenkirchen.de/infos/termine/einzelansicht?cHash=d1955be405f56b9ceecd31830a8357d7&tx_sfeventmgt_pieventdetail%5Baction%5D=detail&tx_sfeventmgt_pieventdetail%5Bcontroller%5D=Event&tx_sfeventmgt_pieventdetail%5Bevent%5D=2679 (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  27. Evangelische Kirche von Westfalen: „Stellungnahme zum Umgang mit DITIB“. 10. Juli 2018 (wie oben), Abschnitt 3. Online: https://www.evangelisch-in-westfalen.de/fileadmin/user_upload/Kirche/Kirchliches_Leben/Haeufige_Fragen/Stellungnahme_zum_Umgang_mit_DITIB_180710_1.pdf (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  28. Landtag Nordrhein-Westfalen: Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage 1049 des Abgeordneten Stefan Kämmerling (SPD), „Aktivitäten des Verbandes der Islamischen Kulturzentren e.V. im Stadtteil Mühle der Kupferstadt Stolberg.“ Drucksache 17/2832 vom 13. Juni 2018, S. 1 bis 3 (Anfrage: Drucksache 17/2635). Die Angaben zum Gutachten von 2004 und zum Polizeidossier von 2008 stehen in der Vorbemerkung der Anfrage, die Bewertung der Betriebserlaubnisse in der Antwort zu Frage 1. Online: https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD17-2832.pdf (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  29. Weißenborn, Michael: „Islamverband VIKZ: Kinderkopftuch und Feindbild Westen“. Stuttgarter Zeitung, 21. Juli 2022. Frei zugänglich sind Vorspann und Bildunterschrift, aus der das Zitat stammt. Online: https://www.stuttgarter-zeitung.de/lokales/baden-wuerttemberg/islamverband-vikz-kinderkopftuch-und-feindbild-westen-78916915.html (abgerufen am 23.10.2026).↩︎

  30. Sendker, Marion; Agac, Adnan: „Türkisch-islamische Süleymancilar: Mutterbewegung des deutschen VIKZ unter Druck“. Deutschlandfunk, Tag für Tag, 27. August 2026, Audio, 10:50 Minuten, hier ab 1:35 und ab 8:37. Online: https://www.deutschlandfunk.de/tuerkisch-islamische-sueleymancilar-mutterbewegung-des-deutschen-vikz-unter-druck-100.html (abgerufen am 23.10.2026).↩︎