Die zweite Öffentlichkeit

10/2026 | Engin Karahan. 19 Seiten. DOI 10.5281/zenodo.23605764
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Das Innenleben muslimischer Gemeinschaften in Deutschland ist schlecht dokumentiert, weil der Zugang zur Binnensphäre voraussetzungsreich ist und die Gemeinschaften selbst nur bruchstückhaft Einblick gewähren. Eine Spur bleibt allerdings öffentlich, denn was ein Verband auf seiner Website veröffentlicht, ist eine Auskunft darüber, wen er für seine Öffentlichkeit hält.
Für die Islamische Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) verfolge ich diese Spur seit mehreren Jahren. „Heimat finden im Fremden?“ hielt 2022 den Stand bis 2021 fest und beschrieb eine Schere zwischen innerverbandlicher und externer Öffentlichkeit. Gestützt war der Text unter anderem auf eine Auswertung der deutschsprachigen Pressemitteilungen und der Berichterstattung über den Verband zwischen Juli 2020 und Juni 2021. Die Satzungskrise von 2024 und ihre Folgen für die innerverbandliche Kontrolle zeichnete „Systemwandel in der IGMG?“ 2025 nach. Anlässlich der Baugenehmigung für die Sindelfinger Gemeinde folgte im September 2026 eine Aktualisierung (vgl. „IGMG: Kein Verband im Übergang“), dort allerdings in der Form einer Auseinandersetzung mit einer öffentlichen Einschätzung, weshalb die empirische Grundlage nur in wenigen Sätzen vorkam.
Diesen Teil hole ich hier nach und weite ihn zugleich aus. Neben der IGMG sind die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) als der mit Abstand größte Verband und die deutlich kleinere Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa (ATİB) einbezogen. Damit greift der Beitrag drei türkischsprachig geprägte Gemeinschaften auf, deren Nähe zum Herkunftsland in der Debatte regelmäßig verhandelt wird. Ausgezählt wird, was jede dieser Organisationen auf ihrer eigenen Website veröffentlicht und in welcher Sprache sie es tut.
Das Ergebnis präzisiert den Befund von 2022 an einer Stelle. Die deutschsprachige Pressearbeit der IGMG ist nicht unbedingt dünner geworden, sie liegt heute durchgängig übersetzt vor und deckt ein breites Themenfeld ab, das sich seit 2021 kaum verschoben hat. Aufgehoben ist der Rückzug aus dem deutschsprachigen Diskurs damit nicht, denn der Verband pflegt ein Fenster nach außen, ohne am Diskurs teilzunehmen. Zugleich ist die Schere zwischen den beiden Öffentlichkeiten größer geworden. Im Vergleich der drei Verbände zeigt sich zudem, dass die IGMG mit dieser Zweiteilung nicht allein steht, denn auch die DITIB führt zwei getrennte Sprachschienen, während die ATİB ihre deutschsprachige mit dem Neuaufbau ihrer Website im Sommer 2026 bis auf wenige Reste aufgegeben hat.
Vorgehen
Die drei Websites sind technisch verschieden gebaut, weshalb jede ein eigenes Verfahren erforderte.
Die Seite der IGMG läuft auf einem verbreiteten Redaktionssystem, dessen Schnittstelle jeden Beitrag mit Datum, Rubrik und Sprachfassung ausgibt. Erfasst sind alle Beiträge ab dem 4. November 2022, dem Erscheinungsdatum der damaligen Auswertung, bis zum 11. September 2026, getrennt nach deutscher und türkischer Fassung.
Die Seite der DITIB läuft auf einem älteren, selbstgebauten System, dessen Sprachparameter nicht den gängigen Sprachcodes folgt. Die türkische Schiene liegt dort hinter dem Wert „en“ und arbeitet mit eigenen Skripten und eigener Nummerierung, während der Wert „tr“ lediglich die Navigation umschaltet und dieselben deutschen Meldungen ausliefert. Über beide Schienen zusammen führt das Archiv 905 deutsche Meldungen zurück bis 2005 und 1454 türkische zurück bis 2007, aus denen die des Untersuchungszeitraums ausgezählt wurden.
Die Seite der ATİB läuft auf demselben verbreiteten Redaktionssystem wie die der IGMG, allerdings ohne Mehrsprachigkeit. Die Seite weist sich im Quelltext als türkischsprachig aus und führt keine Sprachalternativen. Ihr frühester Beitrag trägt das Datum des 7. Februar 2026, online gegangen ist die heutige Seite aber erst zwischen dem 9. Juni und dem 15. Juli 2026. Von den 81 Beiträgen bis zum Stichtag sind 54 nachweislich auf frühere Tage datiert worden, 46 davon am Abend des 1. Juli in einer einzigen Sitzung. Für die ATİB ist deshalb nur das laufende Jahr erfasst, wobei auch dafür die Daten eher anzeigen, wann etwas geschah, als wann es veröffentlicht wurde.
Gezählt wird damit ausschließlich, was die Verbände selbst auf ihren Websites publiziert haben. Über Predigten vor Ort, Gruppenchats, die Kanäle einzelner Gemeinden und Landes- oder Regionalverbände sowie über den mündlichen Binnendiskurs sagt die Erhebung nichts.
Drei Sprachregime
Für das laufende Jahr lassen sich alle drei Verbände nebeneinanderstellen. Das Bild ist eindeutig und in jedem der drei Fälle anders.
Die IGMG bedient zwei Sprachen und veröffentlicht auf Türkisch fast dreimal so viel wie auf Deutsch. Die DITIB bedient ebenfalls zwei Sprachen, insgesamt sparsamer, wobei auch bei ihr die türkische Schiene vorn liegt. Die ATİB veröffentlicht auf ihrer heutigen Seite fast nur auf Türkisch und wendet sich damit kaum noch an ein deutschsprachiges Publikum.
Die IGMG und ihre wachsende zweite Öffentlichkeit
Bis in das Jahr 2024 hinein verlaufen beide Sprachfassungen der IGMG nahezu deckungsgleich, was für einen Übersetzungsbetrieb spricht, in dem jeder Beitrag in beiden Sprachen erscheint. Ab dem zweiten Halbjahr 2024 trennen sich die Kurven, bis die türkische Seite im ersten Halbjahr 2025 fast dreimal so viel veröffentlicht wie die deutsche. Die DITIB ist zum Vergleich mit aufgenommen, weil beide ihrer Schienen über denselben Zeitraum auf niedrigem Niveau bleiben und die Ausweitung damit ein Befund allein der IGMG ist.
Das zweite Halbjahr 2026 ist ausgespart, weil es am Stichtag erst zur Hälfte vergangen war.
Der Zuwachs auf der türkischen Seite verteilt sich nicht gleichmäßig. Formate, die sich an ein Publikum außerhalb der Gemeinschaft richten oder in den Gemeinden liturgisch gebraucht werden, erscheinen praktisch vollständig in beiden Sprachen, denn den 162 deutschen Pressemitteilungen stehen 163 türkische gegenüber und den 203 Freitagspredigten 204. Bei allem, was das Leben des Verbandes selbst betrifft, kippt das Verhältnis.
Die Rubrik, in der die Gemeinschaft über sich selbst berichtet, über Moscheeeröffnungen und Ehrungen, über Jugendarbeit, Frauenarbeit und Regionalverbände, führt seit November 2022 104 türkische Beiträge und einen einzigen deutschen. In der Gemeindeentwicklung gibt es auf Deutsch gar keinen, bei der Bildungsarbeit einen und bei den sozialen Diensten drei gegenüber 55. Wer die Gemeinschaft auf Deutsch verfolgt, erfährt deshalb vor allem, was sie fordert, kaum aber, was sie tut.

Das deutsche Fenster der IGMG wird gepflegt
Die deutschen Pressemitteilungen decken thematisch ein breites Feld ab. Sie behandeln den Diskriminierungsschutz und die Rassismusberichterstattung, daneben aber auch Kindergrundsicherung, Kita-Qualität, den Wohnungsmarkt, das Heizungsgesetz, das Organspenderegister, die Zusammensetzung der Rundfunkräte und das Antidiskriminierungsgesetz in Nordrhein-Westfalen. Hinzu kommen Wahlaufrufe vor Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen, die Beteiligung am Tag der offenen Moschee unter der Schirmherrschaft des Koordinationsrats der Muslime sowie eine eigene Aktion für den emissionsfreien Weg zur Moschee, die seit 2023 jährlich stattfindet und am Stichtag zum vierten Mal ausgerufen wurde.
Der Vergleich mit der Erhebung von 2020/21 zeigt, dass dieses Themenprofil stabil ist. Damals entfielen von 37 deutschsprachigen Pressemitteilungen acht auf Diskriminierung, sieben auf internationale Politik, fünf auf Rechtsextremismus und vier auf Festtage. Heute sind es 38, 29, 19 und 19 von 162 Mitteilungen, gemessen am Gesamtbestand also ähnliche Anteile. Die Kategorien beider Auszählungen sind nicht deckungsgleich, der Zuschnitt der Pressearbeit ist es. Aufgegriffen werden Ereignisse und Gesetzesvorhaben sowie Debatten über Muslime in Deutschland, also Anlässe von außen. Eine eigene Themensetzung bleibt die Ausnahme, damals mit zwei von 37 und heute mit vier von 162 Mitteilungen. Dabei ist zu beachten, dass die Erhebung den heutigen Stand der Website abbildet und nicht die damalige Veröffentlichungspraxis. Wann eine Übersetzung erstellt und eingestellt wurde, geht aus dem Bestand nicht hervor, weshalb die durchgehende Zweisprachigkeit der älteren Jahrgänge auch das Ergebnis späterer Nacharbeit sein kann.
Aufschlussreich ist, wie der Verband mit Debatten umgeht, die ihn selbst betreffen. Er meldet sich zu Wort, solange über Muslime im Allgemeinen gestritten wird, etwa im April 2025 zur Berliner Diskussion über den Begriff „Islamismus“, im Mai 2025 zu einer Erlanger Studie über die Inhalte von Freitagspredigten und im November 2025 zur DeZIM-Studie über den angeblich importierten Antisemitismus. Sobald er selbst der Gegenstand der Berichterstattung ist, wird er auffallend zurückhaltend. Zu den wenigen Mitteilungen dieser Art gehört die Antwort der Irschadabteilung auf Medienberichte über die Halal-Zertifizierung des Verbandes vom 8. Mai 2026. Das Wort Verfassungsschutz kommt in keiner der 162 Mitteilungen vor, obwohl der Verband über Jahre hinweg in Verfassungsschutzberichten geführt wurde.
Bemerkenswert ist, was in diesem Fenster fehlt. Nur drei der 162 Mitteilungen haben einen eigenen Bezug zur Türkei. Sie gelten alle dem Erdbeben vom Februar 2023, mit Aufrufen zu Solidarität und Spenden und mit der Bitte an die Europäische Union, den Betroffenen die Einreise zu ihren Angehörigen zu erleichtern.
Was ausschließlich auf Türkisch erscheint, ist dagegen genau das Material, aus dem sich eine Organisation ihr Bild von sich selbst baut. Dazu gehören die Vorbereitung der Generalversammlung 2026, die Verleihung einer Ehrendoktorwürde an den Vorsitzenden, seine Reisen, darunter die Teilnahme an einem Familientag und einem Gedenkmarsch in Japan, Personalentscheidungen in den europäischen Untergliederungen sowie die Programme der verbandseigenen Region Türkei, die in Ankara einen Familientag mit Wohltätigkeitsbasar ausrichtet. Selbst eine Lagebeschreibung Deutschlands vor der Bundestagswahl, veröffentlicht am 1. Januar 2025, blieb auf die türkische Fassung beschränkt.
Zur Satzungsänderung vom Mai 2024 und zum Amt des Mütevelli Heyeti Başkanlığı (Beirat), das mit ihr eingeführt wurde, äußert sich der Verband dagegen auf Deutsch so gut wie gar nicht. Die deutsche Mitteilung zur Hauptversammlung vom 2. November 2025 hält in einem Satz fest, dass die Satzungsänderung vom 19. Mai 2024 vorgestellt und mit großer Mehrheit bestätigt wurde. Was 2024 beschlossen wurde, sagt sie nicht, sie meldet lediglich eine weitere Änderung, mit der die Zahl der stellvertretenden Vorsitzenden auf höchstens sieben steigt. Wahl und Aufgaben des Mütevelli Heyeti erscheinen nur in türkischen Meldungen, auf Deutsch steht das Amt allein in der Satzung, die der Verband seit November 2025 auf seiner Seite führt. Zu den Klagen gegen die Satzungsänderung findet sich in keiner der beiden Sprachfassungen eine Verlautbarung. Die Auseinandersetzung, die den Verband seit zwei Jahren beschäftigt und in der ein früherer Vorsitzender und zwei frühere Stellvertreter die Führung öffentlich kritisieren, während sich zwei andere frühere Vorsitzende in einer türkischen Meldung des Verbandes zufrieden über dessen stabilen Kurs äußern, kommt in seiner eigenen Chronik nur als Beschluss vor, der mit großer Mehrheit bestätigt wurde.
Was aus dem deutschen Fenster verschwunden ist
Der heutige Bestand ist nicht die Überlieferung, sondern ihr gepflegter Rest. Das lässt sich beziffern, weil im Dokumentenmanagement des Generalsekretariats zwei Ordner geführt wurden. In dem einen namens „igmg.de-Kommentare“ wurden die auf der Verbandsseite veröffentlichten Kommentare als Ausdrucke abgelegt, der andere mit Positionen enthielt weitere Ausdrucke von igmg.de, darunter die Meldungen der Jahre 2000 und 2001. Beide Ordner gehören zu meinem eigenen Archiv, das damals Teil dieses Dokumentenmanagements war. Aus einer Datenbanksicherung vom Dezember 2014 lassen sich 222 solcher Einträge mit Datum und Titel rekonstruieren, veröffentlicht zwischen 2000 und 2012, mit einem Schwerpunkt in den Jahren 2004 bis 2009.
Jeder dieser 222 Titel wurde gegen den heutigen Bestand von igmg.org geprüft, in beiden Sprachfassungen, über die Suche des Verbandes und über markante Wörter aus dem Text der Ausdrucke. Auffindbar sind heute 25.
Die Verteilung ist aufschlussreicher als die Summe. Erhalten sind zum größten Teil die Meldungen der Jahre 2000 und 2001, also Texte vom Typ „IGMG verurteilt Anschläge auf Synagogen“ oder „IGMG würdigt Papstbesuch in einer Moschee“. Aus den Jahren 2002 bis 2012 sind von 203 dokumentierten Beiträgen noch sieben auffindbar, vier Kommentare und drei Meldungen des Verbandes. Von den 107 Beiträgen der beiden dichtesten Jahrgänge 2008 und 2009 ist keiner mehr auffindbar.
Ein Artefakt der Suche ist das nicht. Die Suchfunktion findet Beiträge aus genau diesen Jahren ohne Weiteres. Für 2008 führt der Bestand immerhin 313 deutschsprachige Beiträge, für 2009 sind es 371. Auch über markante Wörter aus dem ersten Absatz der Ausdrucke findet sich keiner der 54 Kommentare von 2009 auf igmg.org, weder unter einem anderen Titel noch unter einem anderen Datum. Es fehlen also nicht die Jahrgänge, es fehlt eine bestimmte Gattung darin.
Welche das ist, zeigen die Titel. Dokumentiert sind Texte wie „Gute Nacht Rechtsstaat“ zum Zehn-Punkte-Papier der Berliner CDU, „Integration sagen, aber Assimilation meinen“, „Wenn das Wort Scharia fällt“, „Der Fortschrittsbericht zum nationalen Integrationsplan – eine Farce“, „Mehrsprachigkeit ernst nehmen – Sprachliche Assimilation ablehnen“ oder „Das europäische Kalifat oder die Unmöglichkeit einer muslimisch-theologischen Debatte“. Verschwunden sind gerade diese Kommentare mit Verfasser, Haltung und Adresse, während die institutionellen Verlautbarungen derselben Zeit stehen geblieben sind.
Dazu passt, dass keine der damaligen Rubriken heute noch existiert. Die Verbandsseite kennt Pressemitteilung, Freitagspredigt, Generalsekretariat, Irschad, Vorstand, Gemeinschaft und einige Organisationsrubriken, aber keine einzige, unter der jemand eine Meinung zu einer laufenden Debatte veröffentlichen könnte. Die Kommentarrubrik war bis in den Mai 2016 von der Startseite aus erreichbar, zuletzt unter der Adresse igmg.org. Auf der neuen Seite, die im Juni 2016 online ging, führt das Menü unter Presse nur noch Pressemitteilungen, Pressefotos und eine Selbstdarstellung. Verschwunden sind also nicht nur einzelne Texte, sondern das Format.
Damit wird klarer, was die thematische Breite der heutigen Pressemitteilungen wert ist. Der Verband äußert sich weiterhin zu vielem, aber er äußert sich als Institution und in einer Form, die keine Auseinandersetzung vorsieht. Wo früher Autoren mit Namen und Rubrik Positionen zur Diskussion stellten, teilt heute die Organisation Erwartungen mit. Der 2022 beschriebene Rückzug aus dem Diskurs ist damit nicht nur eine Beobachtung der Gegenwart, denn er reicht rückwirkend in das eigene Archiv hinein.
Warum gerade diese Texte fehlen
Die Auswahl des Verschwundenen trifft eine bestimmte Phase. Die Kommentarrubrik wurde von 2004 bis zu ihrem letzten Eintrag im Juli 2011 regelmäßig bespielt und hatte ihren Höhepunkt in den Jahren 2008 und 2009, also genau in jener Zeit, die Werner Schiffauer, dessen Feldforschung bis 2009 reichte, als Beleg für eine Transformation der Gemeinschaft gelesen hat. Zu den Autoren dieser Texte gehörten Funktionsträger, die er als Post-Islamisten beschrieb und von denen er Oğuz Üçüncü und Mustafa Yeneroğlu namentlich nennt. Auch ich war einer seiner Gesprächspartner. Sie waren hier sozialisiert, juristisch oder publizistisch geschult und daran gewöhnt, Positionen unter eigenem Namen zu vertreten. Von den 190 Kommentaren, zu denen eine Übersicht aus dem Jahr 2010 den Verfasser nennt, stammen 53 von Ekrem Şenol, 44 von Oğuz Üçüncü, 30 von Mustafa Yeneroğlu, 25 von mir und 11 von Bekir Altaş. Was heute fehlt, ist damit nicht irgendein Bestand, sondern das schriftliche Relikt derjenigen Strömung, auf die sich die Annahme des Wandels stützte.
Auffällig ist die zeitliche Nähe zum Ausscheiden ihrer Verfasser. Mehrere von ihnen haben ihre Ämter in den Jahren nach 2011 abgegeben oder verloren. Der langjährige Generalsekretär trat 2014 zurück, sein Nachfolger war nur ein Jahr im Amt. Ein weiterer von ihnen wurde 2022, ein gutes halbes Jahr nachdem er die Hamas auf einer Tagung in Wien als terroristisch bezeichnet hatte, nicht mehr als Generalsekretär aufgestellt und leitet seither die verbandsnahe Hilfsorganisation. Wer aus diesem Kreis heute noch eine Funktion hat, ist mit eigenen Positionen nicht mehr hervorgetreten. Die Kommentare selbst standen bis in den Mai 2016 auf der Verbandsseite, zuletzt unter der neuen Adresse igmg.org, wo die Jahresarchive der Rubrik im März 2016 noch 248 Beiträge führten. Seit dem Wechsel auf das heutige Redaktionssystem im Juni 2016 fehlen sie. Dessen ältere Beiträge tragen fast ausnahmslos ein Änderungsdatum zwischen Februar und Juni 2015 und keiner ein früheres, wurden in dieser Zeit also übernommen oder bearbeitet. Während die Pressemitteilungen derselben Jahre dort stehen, ist von den Kommentaren nur eine Handvoll dabei. Ein Dokument über diese Entscheidung habe ich nicht. Mit einer technischen Erklärung deckt sich das Ergebnis aber nicht, weil ein Datenverlust schwerlich eine einzelne Rubrik trifft und die Nachbarrubriken desselben Jahrgangs verschont. Es lässt sich deshalb nur als bewusstes Aussieben beim Umzug der Seite lesen.
Genau zu bestimmen ist, was getilgt wurde. Die Personen sind nicht aus dem Bestand entfernt worden, denn Meldungen über den Rücktritt des Generalsekretärs von 2014 oder über den Wechsel im Amt 2015 stehen weiterhin dort. Auch Positionstexte gibt es heute, etwa unter Titeln wie „Grundsätze“ oder „Muslimsein in westlichen Gesellschaften“. Verschwunden ist die Sprecherposition, also die Möglichkeit, dass jemand im Namen der Gemeinschaft und unter eigenem Namen ein Argument vorträgt, für das er einsteht. Erhalten bleibt, was die Organisation über Personen sagt; entfernt ist, was Personen selbst geschrieben haben.
Für die Beurteilung der IGMG hat das eine Folge, die über die Verbandsgeschichte hinausgeht. Wer heute prüfen möchte, worauf die These vom Wandel beruhte, findet die Quellen beim Verband nicht mehr. Sie liegen im Internet Archive, in Privatarchiven und in den Ausdrucken, die einmal in einem Dokumentenmanagement abgelegt wurden. Eine Organisation, die ihre eigene Reformphase aus dem Gedächtnis nimmt, macht die Prüfung des Wandels von ihren eigenen Beständen unabhängig. Die Frage, wie ernst dieser Wandel gemeint war, beantwortet sie damit auf ihre Weise.
Die DITIB trennt ihre Öffentlichkeiten ebenfalls
Bei der DITIB ist der Zuschnitt ähnlich und das Volumen kleiner. Für denselben Zeitraum führt ihr Archiv 139 deutsche und 150 türkische Meldungen, zusammen rund 74 im Jahr, wobei beide Schienen über vier Jahre nur wenig schwanken. Das Predigtarchiv ist mit 849 Einträgen in beiden Sprachen vollständig parallel geführt.
Interessant ist, was jeweils nur in einer Sprache erscheint. Von den deutschen Meldungen haben 50 kein türkisches Gegenstück am selben Tag. Es sind gerade jene, die sich an die nichtmuslimische Umgebung richten, darunter die Oster- und die Weihnachtsbotschaft, die Ankündigungen zum Tag der offenen Moschee, eine Gesprächsreihe zu Religion und Recht, die Ehrenamtsmesse in der Kölner Zentralmoschee und der Bericht der eigenen Antidiskriminierungsstelle zu Moscheeübergriffen. Umgekehrt haben 55 türkische Meldungen kein deutsches Gegenstück. In ihnen geht es um das Gemeindeleben, um Moscheeeröffnungen und Jubiläen, um Kondolenzen für verstorbene Vorsitzende und Religionsbeauftragte sowie um Koranwettbewerbe und Stipendienkampagnen für die Hafiz-Ausbildung. Ganz scharf ist die Trennung allerdings nicht, denn die Berichte vom Tag der offenen Moschee erscheinen in den meisten Jahren in beiden Sprachen, ebenso seit Oktober 2025 die meisten Meldungen über Moscheeeröffnungen. Auch die Botschaften zu den islamischen Heiligen Nächten, die 2023 und 2024 zum Teil nur auf Türkisch erschienen, gibt es seit Januar 2025 regelmäßig auf Deutsch.
Der Blick über den Untersuchungszeitraum hinaus zeigt allerdings, dass diese Balance jung ist. Bis 2016 veröffentlichte die türkische Schiene im Schnitt doppelt so viel wie die deutsche, in den Spitzenjahren 2008 und 2009 sogar 184 und 193 Meldungen. Seither ist die Frequenz auf beiden Seiten gefallen und auf der türkischen weit stärker, sodass sich die beiden Schienen heute bei ungefähr vierzig Meldungen im Jahr treffen.
Die zweite Öffentlichkeit der DITIB ist also nicht gewachsen, sondern geschrumpft, womit die Entwicklung genau entgegengesetzt zu jener bei der IGMG verläuft. Die Pressemitteilungen der IGMG liegen im heutigen Bestand seit 2005 in beiden Sprachen vor, von 2005 bis 2025 zusammen 860 deutsche und 844 türkische, seit 2010 Jahr für Jahr in nahezu gleicher Zahl. Der türkische Überhang stammt dort deshalb vollständig aus den Rubriken des Verbandslebens, die Pressearbeit trägt nichts dazu bei.
Beide Verbände teilen ihre Öffentlichkeit also nach demselben Prinzip. Auf Deutsch erscheint, was nach außen wirken soll, während das, was die Gemeinschaft unter sich verhandelt, auf Türkisch erscheint. Der Unterschied liegt im Ausmaß, denn bei der DITIB halten sich die beiden Schienen ungefähr die Waage, während sich bei der IGMG die türkische Seite seit 2024 vervielfacht hat.
Die ATİB spricht fast nur noch türkisch
Die ATİB wiederum hält auf ihrer heutigen Website kein deutschsprachiges Fenster mehr vor. Die Seite ist im Quelltext als türkischsprachig ausgezeichnet und bietet keine Sprachumschaltung an. Alle 81 Beiträge des laufenden Jahres sind türkisch verfasst, nur drei von ihnen tragen zusätzlich eine deutsche Fassung, nämlich eine Pressemitteilung zu einem Waldbrand bei Nideggen-Gey und Hürtgenwald, eine Kondolenz zum Tod des früheren Kölner Oberbürgermeisters Fritz Schramma und ein Gruß zum Ramadanfest, dessen deutscher Text im Bild steht. Bis zum Juni 2026 lief unter derselben Adresse eine zweisprachige Seite, deren Verzeichnis im April noch 427 deutsche und 447 türkische Beiträge führte. Schon seit der Wahl des neuen Vorstands im Januar kamen dort fast nur noch türkische Beiträge hinzu. Beim Neuaufbau im Sommer wurden allein türkische Beiträge des laufenden Jahres neu eingestellt, während die deutschen Adressen der alten Seite seither ins Leere führen.
Die Themen entsprechen dieser Adressierung. Berichtet wird über die Wahl des neuen Vorsitzenden, über Besuche von Regionalvorsitzenden, über Iftar-Programme (gemeinsames Fastenbrechen im Ramadan) und Gemeindefeste, über Delegationen aus der Türkei, darunter der Rektor einer Ankaraer Universität und Vertreter der türkischen Behörde für Auslandstürken, sowie über eine Gedenkveranstaltung zum 15. Juli, dem gescheiterten Putsch-Versuch der Gülenisten in der Türkei, im türkischen Generalkonsulat in Köln. Den Austritt aus dem Zentralrat der Muslime hat die ATİB im April 2026 durchaus auf Deutsch erklärt, mit einer Pressemitteilung über das Portal openPR, einem Beitrag auf Instagram und einer Pressemitteilung samt fünfseitigem Positionspapier auf ihrer damaligen Website. Auf der heutigen Seite steht davon nur noch die türkische Fassung, während die deutschen Adressen ins Leere führen, obwohl die Entscheidung die Mitwirkung in einer deutschen Dachstruktur betrifft.
Beachtlich ist dabei der Umfang, denn mit 81 Beiträgen bis zum Stichtag führt die ATİB für dieses Jahr mehr als die DITIB in beiden Sprachen zusammen und mehr als die IGMG auf Deutsch, fast vollständig in einer Sprache, die außerhalb der eigenen Gemeinschaft kaum jemand mitliest. Mehr als die Hälfte davon wurde allerdings erst im Juni und Juli eingestellt und auf frühere Tage datiert.
Was die Muster zeigen
Der Rückzug aus den deutschsprachigen Diskursen, den ich 2022 beschrieben habe, ist durch diese Zahlen nicht widerlegt, sondern genauer zu fassen. Zwei der drei Verbände unterhalten zwei Öffentlichkeiten nebeneinander, von denen die eine für Adressaten außerhalb der Gemeinschaft hergestellt wird und die andere trägt, was die Gemeinschaft über sich selbst denkt. Eine gepflegte Fassade ist dabei nicht dasselbe wie Teilnahme, denn wer eigene Positionen nur dort formuliert, wo die eigene Gemeinschaft mitliest, nimmt am hiesigen Diskurs nicht teil, auch wenn seine Mitteilungen dessen Themen aufgreifen.
Beide Schienen werden laufend bespielt, weshalb die Trennung keine Kapazitätsfrage ist, sondern eine Entscheidung darüber, wer was erfahren soll. Die IGMG hat ihre zweite Öffentlichkeit seit 2024 stark ausgeweitet, während das deutsche Fenster gleich groß blieb. Die DITIB hält beide Schienen in ungefährer Balance, trennt die Inhalte aber nach demselben Muster. Die ATİB hat ihre deutschsprachige Adresse mit dem Neuaufbau ihrer Website im Sommer 2026 aufgegeben, womit auch die deutsche Erklärung zum Austritt aus dem Zentralrat von der eigenen Seite verschwunden ist.
Für kommunale und religionspolitische Gesprächspartner folgt daraus, dass die anschlussfähige Seite nicht mit dem Verband verwechselt werden darf. Wer Erwartungen an Transparenz formuliert, wird sie in dem Fenster beantwortet bekommen, das ohnehin für ihn gebaut ist. Für die Forschung ist die türkischsprachige Verbandskommunikation bei der IGMG und auf der heutigen Seite der ATİB die Hauptquelle, bei der DITIB steht sie der deutschen gleichrangig zur Seite. Jede Einschätzung, die sich allein auf deutschsprachiges Material stützt, wertet deshalb den kleineren Teil der Überlieferung aus.
Grenzen dieser Auszählung
Erfasst sind nur Beiträge, die zum Stichtag auf den Websites standen. Gezählt wurde nach den Rubriken der Verbände, deren Zuschnitt sie selbst bestimmen. Ob ein türkischer und ein deutscher Beitrag inhaltlich dasselbe sagen, ist nicht geprüft, denn zugeordnet sind sie bei der IGMG über die Verknüpfung der Sprachfassungen im Redaktionssystem und bei der DITIB über das Erscheinungsdatum. Die thematische Klassifikation der Pressemitteilungen beruht auf Titel und Anriss und damit auf einer Einordnung, über die sich im Einzelfall streiten lässt. Für die ATİB ist wegen des Neuaufbaus der Seite im Sommer 2026 nur das laufende Jahr erfasst, dessen Daten überwiegend nachträglich gesetzt sind. In allen drei Fällen bildet die zentrale Website nur einen Teil der Verbandskommunikation ab, weil Landes- und Regionalverbände, Gemeinden und soziale Netzwerke eigene Kanäle unterhalten. Die wichtigste Einschränkung betrifft den Bestand selbst. Ausgezählt wurde nur, was heute noch auf den Websites steht. Wie weit der Bestand von der damaligen Veröffentlichungspraxis abweicht, zeigt der oben geschilderte Abgleich mit dem Dokumentenmanagement des Verbandes. Weil die Kommentare seit dem Wechsel auf das heutige Redaktionssystem bis auf wenige fehlen, bilden die frühen Jahrgänge die damalige Veröffentlichungspraxis nicht vollständig ab. In dieselbe Richtung deuten die deutschen Pressemitteilungen, von denen der heutige Bestand für die Jahre 2005 bis 2010 jeweils nur zwischen 17 und 25 führt, für 2011 schon 45 und für 2012 84. Alle Ergebnisse lassen sich anhand der genannten Zeiträume und Rubriken nachvollziehen. Weil die Erhebung wiederholbar ist, werde ich sie fortschreiben.
Engin Karahan
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Islamische Gemeinschaft Millî Görüş (2022–2026). Veröffentlichte Beiträge auf igmg.org in deutscher und türkischer Fassung, erhoben für den Zeitraum vom 04.11.2022 bis zum 11.09.2026.
Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (2022–2026). Meldungs- und Predigtarchiv auf ditib.de in deutscher und türkischer Schiene, erhoben für denselben Zeitraum.
Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa (2026a). Veröffentlichte Beiträge auf atib.org, erhoben für den Zeitraum vom 07.02.2026 bis zum 11.09.2026, dazu die frühere zweisprachige Seite unter derselben Adresse in den Fassungen des Internet Archive und von Common Crawl bis Juni 2026, darunter das Beitragsverzeichnis vom 03.04.2026, abgerufen am 20.10.2026.
Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa (2026b). ATIB erklärt Austritt aus dem ZMD, Pressemitteilung des Generalsekretariats vom 07.04.2026 auf openPR, abgerufen am 20.10.2026.
Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa (2026c). Pressemitteilung zum Austritt der ATIB aus dem Zentralrat der Muslime in Deutschland, veröffentlicht am 08.04.2026 auf der damaligen Website atib.org, dort heute nicht mehr abrufbar, Fassung im Internet Archive vom 13.05.2026, mit dem Positionspapier Hintergrund und Anlass vom 07.04.2026, beide abgerufen am 20.10.2026.
Internet Archive (2007–2016). Archivierte Seiten der Rubrik „nachrichten/kommentare“ auf igmg.de und igmg.org, 99 eindeutige Beitragsadressen, abgerufen am 16.09.2026, sowie die Jahresarchive der Rubrik mit 248 Einträgen im Stand vom März 2016, abgerufen am 20.10.2026.
Schiffauer, Werner (2010). Nach dem Islamismus. Die Islamische Gemeinschaft Milli Görüş. Eine Ethnographie. Berlin: Suhrkamp (edition suhrkamp 2570).
Halm, Dirk, Martina Sauer, Jana Schmidt und Anja Stichs (2012). Islamisches Gemeindeleben in Deutschland. Forschungsbericht 13 im Auftrag der Deutschen Islam Konferenz. Nürnberg: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Tab. 3, S. 57, abgerufen am 20.10.2026.
Islamische Gemeinschaft Millî Görüş (2000–2012). Ordner „igmg.de-Kommentare“ und „Positionen“ im Privatarchiv des Autors, das ursprünglich Teil des Dokumentenmanagements des Generalsekretariats war, rekonstruiert aus einer Datenbanksicherung vom 25.12.2014, 222 Einträge mit Datum und Titel, abgeglichen mit dem Bestand von igmg.org am 16.09.2026 und erneut am 20.10.2026. Die Verfasserangaben stammen aus einer Übersicht zu diesem Ordner mit 190 Einträgen aus den Jahren 2002 bis 2010.
Islamische Gemeinschaft Millî Görüş (2000). IGMG verurteilt Anschläge auf Synagogen, Pressemitteilung vom 06.10.2000, abgerufen am 16.09.2026 auf igmg.org.
Islamische Gemeinschaft Millî Görüş (2001). IGMG würdigt Papstbesuch in einer Moschee, Pressemitteilung vom 09.05.2001, abgerufen am 16.09.2026 auf igmg.org.
Şenol, Ekrem (2006). Gute Nacht Rechtsstaat – Das Zehn-Punkte-Papier der Berliner CDU zur Integration, veröffentlicht am 18.03.2006 auf igmg.de, heute dort nicht mehr abrufbar; Ausdruck im Ordner „igmg.de-Kommentare“.
Karahan, Engin (2008a). Integration sagen, aber Assimilation meinen, veröffentlicht am 13.02.2008 auf igmg.de, heute dort nicht mehr abrufbar; Ausdruck im Ordner „igmg.de-Kommentare“.
Karahan, Engin (2008b). Das europäische Kalifat oder die Unmöglichkeit einer muslimisch-theologischen Debatte, veröffentlicht am 14.05.2008 auf igmg.de, heute dort nicht mehr abrufbar; Ausdruck im Ordner „igmg.de-Kommentare“.
Şenol, Ekrem (2008a). Wenn das Wort Scharia fällt, veröffentlicht am 06.11.2008 auf igmg.de, heute dort nicht mehr abrufbar; Ausdruck im Ordner „igmg.de-Kommentare“.
Şenol, Ekrem (2008b). Der Fortschrittsbericht zum nationalen Integrationsplan – eine Farce, veröffentlicht am 14.11.2008 auf igmg.de, heute dort nicht mehr abrufbar; Ausdruck im Ordner „igmg.de-Kommentare“.
Yeneroğlu, Mustafa (2008). Mehrsprachigkeit ernst nehmen – Sprachliche Assimilation ablehnen, veröffentlicht am 27.11.2008 auf igmg.de, heute dort nicht mehr abrufbar; Ausdruck im Ordner „igmg.de-Kommentare“.
Karahan, Engin (2003–2008). Eigene Beiträge auf igmg.de, 21 Texte aus den Rubriken Politik, Dialog, Integration, Diskriminierung, Islam und Theologie, Islam im Alltag und Leitartikel, erhalten als Sammlung im Privatarchiv des Autors.
Islamische Gemeinschaft Millî Görüş (2025a). Islamische Gemeinschaft: „Islamismus“ oder „islamistisch“ sind höchst problematische Label, Pressemitteilung vom 09.04.2025, abgerufen am 18.09.2026 auf igmg.org.
Islamische Gemeinschaft Millî Görüş (2025b). Wissenschaft widerlegt Vorurteile: Freitagspredigten zwischen Respekt, Bildung und Umweltschutz, Pressemitteilung vom 22.05.2025, abgerufen am 18.09.2026 auf igmg.org.
Islamische Gemeinschaft Millî Görüş (2025c). Wer Antisemitismus auslagert, schafft neue Vorurteile, Pressemitteilung vom 26.11.2025, abgerufen am 18.09.2026 auf igmg.org.
Islamische Gemeinschaft Millî Görüş (2025d). IGMG-Hauptversammlung: „Uns verbindet der Glaube und ein starkes Band der Geschwisterlichkeit“, Pressemitteilung vom 02.11.2025, dazu die türkische Meldung IGMG Mütevelli Heyeti Seçildi vom 13.10.2025 und die Satzung im Stand vom 2. November 2025, alle abgerufen am 20.10.2026 auf igmg.org.
Islamische Gemeinschaft Millî Görüş (2026). Alltägliches muslimisches Leben nicht als Bedrohung darstellen, Pressemitteilung vom 08.05.2026, abgerufen am 18.09.2026 auf igmg.org.
Karahan, Engin (2021). Eigene Auszählung der deutschsprachigen Pressemitteilungen der IGMG vom 15.07.2020 bis zum 15.06.2021, 37 Mitteilungen nach Themen klassifiziert, Tabelle im Privatarchiv des Autors.
Karahan, Engin (2022). Heimat finden im Fremden? Auseinandersetzungen in der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş e. V. (IGMG) zwischen Ankommen und Fremdbleiben, veröffentlicht am 04.11.2022 auf karahan.net.
Karahan, Engin (2025). Systemwandel in der IGMG?, veröffentlicht am 28.10.2025 auf ethos-polis.info.
Bildnachweis. Das Beitragsbild ist eine KI-generierte Illustration. Die Diagramme sind eigene Darstellungen auf Grundlage der oben genannten Erhebung, die Abbildung im Text ist ein eigenes Bildschirmfoto der türkischsprachigen Meldung auf igmg.org vom 22.06.2026.
