Rechtspopulismus in Migrantenmilieus: Warum Migranten AfD wählen
Anforderungen
- Interesse an politischer Bildung und Migrationsforschung
- Bereitschaft zur differenzierten Analyse komplexer Phänomene
- Keine speziellen Vorkenntnisse erforderlich
Ziel-Kompetenzen
- Sie verstehen transnationale Einflüsse auf das Wahlverhalten migrantischer Communities
- Sie können soziale Abgrenzungsmechanismen zwischen Migrantengruppen erkennen
- Sie kennen die Rolle konservativer Werteorientierungen bei der Parteiwahl
- Sie verstehen, wie externe Narrative religiös inkorporiert werden
- Sie können Protestwahlmotive und Wagenburg-Mentalität einordnen
- Sie haben Ansätze für eine differenzierte Ansprache in der politischen Bildung
Ziel-Gruppen
- Fachkräfte der politischen Bildung
- Mitarbeitende in Integrationsarbeit und Migrationsberatung
- Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter:innen
- Akteure in Migrantenselbstorganisationen
- Journalist:innen und Wissenschaftler:innen
- Parteien und politische Stiftungen
Die Wahlergebnisse (u.a. Bundestagswahl 2025) haben viele Beobachter irritiert: Ein signifikanter Teil der Stimmen für rechtspopulistische Parteien wie die AfD kommt inzwischen aus migrantischen Communities. Warum wählen Menschen eine Partei, deren Agenda sich oft gegen sie selbst zu richten scheint? Dieses Seminar bricht mit einfachen Erklärungen. Es liefert eine tiefgehende Analyse der transnationalen, kulturellen und psychologischen Motive hinter diesem Wahlverhalten. Ziel ist es, politische Bildung so neu auszurichten, dass sie diese Zielgruppen wieder erreicht.
Ihr Nutzen / Inhalte: Fachkräfte erhalten einen differenzierten Blick hinter die Kulissen der migrantischen Meinungsbildung:
- Der transnationale Faktor: Wie Diskurse aus den Herkunftsländern (z.B. Flüchtlingspolitik in der Türkei) das Wahlverhalten in Deutschland direkt beeinflussen.
- Konkurrenz der Minderheiten: Verständnis für Abgrenzungsdynamiken („Etablierte“ vs. „Neue“), bei denen die Wahl rechter Parteien als Mittel zur eigenen Statussicherung dient.
- Werte-Allianzen: Analyse der Schnittmengen zwischen konservativ-muslimischen Werten (Familienbild, Anti-Gender-Diskurs) und rechtspopulistischen Programmen.
- Protest & Enttäuschung: Wie aus gefühlter Ausgrenzung eine „Wagenburg-Mentalität“ entsteht, die den Tabubruch an der Wahlurne als Akt der Selbstbehauptung nutzt.
Zielgruppe:
- Landeszentralen für politische Bildung und Parteistiftungen.
- Kommunale Integrationsbeauftragte und Demokratieförderprojekte.
- Akteure der politischen Bildung an Schulen und in der Erwachsenenbildung.
Ihr Trainer: Engin Karahan verfügt über 20 Jahre Erfahrung in der Organisationsentwicklung und im Management zivilgesellschaftlicher Verbände. Er analysiert die Schnittstelle zwischen Migration, Religion und Politik jenseits der üblichen Klischees und kennt die Diskurse innerhalb der Communities aus erster Hand.
- 7 Sections
- 23 Lessons
- 1 Day
- Einstieg3
- Modul 13
- Modul 23
- Modul 33
- Modul 44
- Modul 54
- Abschluss3
Engin Karahan ist Gründer von Ethos & Polis und berät Organisationen in Fragen der Konfliktkultur, Vielfaltsgestaltung und professionellen Kommunikation. Er verbindet strategische Analyse mit praktischer Umsetzung und hat langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Teams aus Sozialer Arbeit, Verwaltung und Politik.
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