Radikalisierungsprävention und Jugendschutz: Extremistische Narrative und Männlichkeitsbilder erkennen
Anforderungen
- Grundkenntnisse in Jugendarbeit oder Prävention empfohlen
- Bereitschaft zur kritischen Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen
- Keine theologischen Vorkenntnisse erforderlich
Ziel-Kompetenzen
- Sie können toxische Männlichkeitsnarrative in Online-Inhalten erkennen
- Sie verstehen die Verbindung zwischen Manosphere, Red-Pill und islamistischer Instrumentalisierung
- Sie kennen die drei "Kernfächer" extremistischer Indoktrination
- Sie können alternative, progressive Männlichkeitsbilder benennen
- Sie haben praktische Ansätze für Präventionsgespräche mit jungen Männern
Ziel-Gruppen
- Fachkräfte der Extremismusprävention
- Schulsozialarbeiter:innen und Lehrkräfte
- Mitarbeitende in der offenen Jugendarbeit
- Moscheegemeinden mit Jugendarbeit
- Beratungsstellen und Deradikalisierungsprojekte
- Polizei und Sicherheitsbehörden
„Real men lead“ – so beginnt oft der Einstieg. Extremistische Akteure nutzen gezielt Männlichkeitsnarrative auf TikTok und Instagram, um junge Männer zu rekrutieren. Was harmlos mit Fitness-Tipps und „Mindset-Coaching“ beginnt, führt oft in ein toxisches Weltbild aus Frauenhass, Antipluralismus und religiöser Verbrämung. Dieses Seminar entschlüsselt die Mechanismen der digitalen Verführung. Fachkräfte lernen, wie globale Phänomene (wie die „Red-Pill-Bewegung“ oder Influencer wie Andrew Tate) religiös aufgeladen und instrumentalisiert werden.
Ihr Nutzen / Inhalte: Der Workshop liefert Pädagogen das Rüstzeug, um die digitale Lebenswelt ihrer Jugendlichen zu verstehen und Warnsignale frühzeitig zu deuten:
- Der „Lehrplan“ der Radikalen: Verstehen, wie Themen wie Dominanz, Opferrollen und „West-Kritik“ psychologisch verknüpft werden.
- Hybride Ideologien: Analyse, wie westliche „Manosphere“-Konzepte islamisiert werden – und warum pauschale Religionskritik hier ins Leere läuft.
- Das „Self-Improvement“-Narrativ: Erkennen, wie totalitäre Ideologien sich als harmlose Lebenshilfe tarnen.
- Pädagogische Intervention: Welche alternativen Männlichkeitsbilder können wir anbieten, ohne die Jugendlichen in die Isolation zu treiben?
Zielgruppe:
- Schulsozialarbeit, Lehrerfortbildung und Jugendämter.
- Präventionsstellen der Polizei und des Staatsschutzes.
- Träger der offenen Jugendarbeit.
Ihr Trainer: Engin Karahan verfügt über 20 Jahre Erfahrung in der Organisationsentwicklung und im Management zivilgesellschaftlicher Verbände. Er kennt die Binnenlogik konservativer Strukturen und analysiert als Experte die Schnittstelle zwischen religiöser Identitätssuche und politischer Radikalisierung.
- 7 Sections
- 17 Lessons
- 1 Day
- Einstieg3
- Modul 13
- Modul 22
- Modul 33
- Modul 43
- Modul 53
- Abschluss0
Engin Karahan ist Gründer von Ethos & Polis und berät Organisationen in Fragen der Konfliktkultur, Vielfaltsgestaltung und professionellen Kommunikation. Er verbindet strategische Analyse mit praktischer Umsetzung und hat langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Teams aus Sozialer Arbeit, Verwaltung und Politik.
Das könnte Sie auch interessieren
-
0 Kursteilnehmer
-
1 Day
-
0 Kursteilnehmer
-
1 Day
-
0 Kursteilnehmer
-
1 Day
-
0 Kursteilnehmer
-
1 Day