Muslimischer Antisemitismus und Nahost: Narrative verstehen und begegnen
Anforderungen
- Bereitschaft zur selbstkritischen Reflexion
- Interesse an historischen und theologischen Perspektiven
- Keine speziellen Vorkenntnisse erforderlich, aber Grundverständnis der muslimischen Community hilfreich
Ziel-Kompetenzen
- Sie können inner-muslimische Debatten zum Thema Antisemitismus einordnen
- Sie verstehen den Unterschied zwischen historischem Kontext und gegenwärtigen Erscheinungsformen
- Sie erkennen transnationale Einflüsse auf antisemitische Narrative
- Sie können religiöse Begründungen kritisch hinterfragen
- Sie kennen Strategien, wie Verbände und Gemeinden Verantwortung übernehmen können
- Sie haben Ansätze für Gegennarrative und pädagogische Interventionen
Ziel-Gruppen
- Haupt- und Ehrenamtliche in Moscheegemeinden
- Vorstände muslimischer Verbände und Organisationen
- Fachkräfte in der politischen Bildung und Präventionsarbeit
- Religionslehrer:innen und Imame
- Jugendarbeiter:innen in muslimischen Kontexten
- Multiplikator:innen in Migrantenselbstorganisationen
Der Nahostkonflikt wirkt wie ein Brandbeschleuniger für gesellschaftliche Spannungen. In Jüdischen Gemeinden wächst die Sorge, während in der Bildungsarbeit und im interreligiösen Dialog oft Ratlosigkeit herrscht: Wie geht man mit Gesprächspartnern um, die antisemitische Stereotype nutzen, aber gleichzeitig Diskriminierungserfahrungen geltend machen? Dieses Seminar bietet eine nüchterne Analyse jenseits der Erregungskurven. Es entschlüsselt die „Codes“ und Denkfiguren in muslimischen Milieus und liefert das Hintergrundwissen, um in schwierigen Gesprächen sprachfähig zu bleiben.
Ihr Nutzen / Inhalte: Der Vortrag liefert Tiefenanalyse statt pädagogischer Rezepte. Er befähigt Teilnehmende, Situationen richtig einzuschätzen:
- Die Binnenperspektive: Kritische Selbstreflexion eines Insiders. Welche Narrative über „die Juden“ und „Israel“ werden in Moscheegemeinden und am Familientisch tradiert?
- Differenzierungskompetenz: Unterscheidung zwischen politischem Protest, israelbezogenem Antisemitismus und klassischer Judenfeindschaft – und warum diese Trennschärfe für den Dialog überlebenswichtig ist.
- Transnationale Echokammern: Wie Diskurse aus der Türkei oder dem arabischen Raum ungefiltert in deutsche Debatten einfließen.
- Grenzen des Dialogs: Kriterien entwickeln: Wann lohnt sich das Gespräch, und wo muss eine klare rote Linie gezogen werden (Stichwort: Islamismus)?
Zielgruppe:
- Akademien & Stiftungen: Für Tagungen zur politischen Bildung und Demokratieförderung.
- Jüdische & Christliche Gemeinden: Für den interreligiösen Dialog und Sicherheitsanalysen.
- Präventionsakteure & Schulämter: Als Hintergrund-Schulung für Fachkräfte (Lehrer, Sozialarbeiter), die das Phänomen verstehen wollen.
Ihr Trainer: Engin Karahan analysiert als langjähriger Kenner der Verbandslandschaft die Schnittstellen von Religion, Politik und Identität. Er betrachtet das Phänomen des Antisemitismus aus einer explizit inner-muslimischen Perspektive – selbstkritisch, analytisch und lösungsorientiert.
- 8 Sections
- 24 Lessons
- 1 Day
- Einstieg3
- Modul 13
- Modul 23
- Modul 33
- Modul 43
- Modul 53
- Modul 63
- Abschluss3
Engin Karahan ist Gründer von Ethos & Polis und berät Organisationen in Fragen der Konfliktkultur, Vielfaltsgestaltung und professionellen Kommunikation. Er verbindet strategische Analyse mit praktischer Umsetzung und hat langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Teams aus Sozialer Arbeit, Verwaltung und Politik.
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