Islamismus im Netz: Propaganda auf TikTok & Co. erkennen und pädagogisch begegnen
Anforderungen
- Grundlegende Vertrautheit mit Social-Media-Plattformen
- Interesse an Präventionsarbeit und politischer Bildung
- Offenheit für die Auseinandersetzung mit problematischen Inhalten
Ziel-Kompetenzen
- Sie kennen die wichtigsten Akteure und Narrative islamistischer Online-Propaganda
- Sie können problematische Inhalte identifizieren und einordnen
- Sie verstehen, wie Algorithmen Radikalisierungsprozesse begünstigen können
- Sie können zwischen konservativer Religiosität und Extremismus differenzieren
- Sie verfügen über pädagogische Handlungsansätze für die Arbeit mit Jugendlichen
- Sie kennen relevante Beratungsangebote und Anlaufstellen
Ziel-Gruppen
- Pädagogische Fachkräfte (Schule, Jugendarbeit, Sozialarbeit)
- Lehrkräfte und Schulleitungen
- Eltern und Familienangehörige
- Multiplikator:innen in Moscheegemeinden und muslimischen Verbänden
- Mitarbeitende in Beratungsstellen und Präventionsprojekten
- Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe
- Polizei und Sicherheitsbehörden (Prävention)
Das Kinderzimmer ist längst kein geschützter Raum mehr. Auf Plattformen wie TikTok, Instagram und YouTube tobt ein Kampf um die Köpfe und Herzen junger Menschen. Islamistische Akteure haben die „Codes“ der Gen Z perfektioniert: Statt mit langbärtigen Drohvideos rekrutieren sie heute mit professionellen „Lifestyle-Formaten“, emotionalem Storytelling und schneller Schnitt-Ästhetik. Für Außenstehende wirken diese Inhalte oft harmlos („Pop-Islamismus“), doch dahinter verbirgt sich oft eine knallharte Ideologie. Dieses Seminar öffnet die „Black Box“ der Algorithmen und gibt Pädagogen das Rüstzeug, um die digitale Lebenswelt ihrer Jugendlichen zu entschlüsseln.
Ihr Nutzen / Inhalte: Der Workshop liefert eine aktuelle Bestandsaufnahme der digitalen Szene und konkrete Handlungsstrategien:
- Die neuen Influencer: Wer sind die Akteure? Analyse von Gruppen wie „Muslim Interaktiv“ oder „Generation Islam“ und deren Medienstrategien.
- Codes & Ästhetik: Wie man extremistische Inhalte erkennt, auch wenn sie als „Life-Coaching“, „Comedy“ oder „Bittgebet“ getarnt sind.
- Die Macht der Algorithmen: Verstehen, wie Plattformen Radikalisierungsprozesse (Rabbit Holes) technisch begünstigen und Filterblasen erzeugen.
- Gegenstrategien: Wie spreche ich mit Jugendlichen über Inhalte, die ich selbst kaum verstehe? Methoden der „Digital Streetwork“ und Förderung kritischer Medienkompetenz.
Zielgruppe:
- Lehrerkollegien und Schulsozialarbeit.
- Fachkräfte der Jugendhilfe und offenen Jugendarbeit.
- Sicherheitsbehörden und Präventionsstellen, die die aktuelle Online-Szene verstehen müssen.
Ihr Trainer: Engin Karahan beobachtet die digitale Transformation der islamischen Communitys seit Jahren. Er analysiert die Schnittstelle zwischen theologischer Botschaft und digitaler Inszenierung und vermittelt dieses Wissen ohne technisches Fachchinesisch.
- 8 Sections
- 19 Lessons
- 1 Day
- Einstieg3
- Modul 13
- Modul 23
- Modul 30
- Modul 41
- Modul 53
- Modul 63
- Abschluss3
Engin Karahan ist Gründer von Ethos & Polis und berät Organisationen in Fragen der Konfliktkultur, Vielfaltsgestaltung und professionellen Kommunikation. Er verbindet strategische Analyse mit praktischer Umsetzung und hat langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Teams aus Sozialer Arbeit, Verwaltung und Politik.
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