Ansprechpartner im Wandel: Wer spricht heute noch für wen? Neue Netzwerkstrategien für Kommunen und Verwaltung
Anforderungen
- Grundlegende Kenntnis der muslimischen Verbandslandschaft in Deutschland
- Interesse an Fragen der politischen Repräsentation und Zivilgesellschaft
- Bereitschaft zur kritischen Reflexion eigener Positionen
Ziel-Kompetenzen
- Sie verstehen die historische Entwicklung der muslimischen Verbandslandschaft
- Sie können die Positionen und Interessen verschiedener Akteure einordnen
- Sie erkennen strukturelle Ursachen für Repräsentationsprobleme
- Sie kennen neue Akteure und Organisationsformen jenseits klassischer Verbände
- Sie können Legitimationsfragen differenziert analysieren
- Sie haben Perspektiven für zeitgemäße Repräsentationsmodelle entwickelt
Ziel-Gruppen
- Vorstände und Funktionsträger:innen muslimischer Verbände und Gemeinden
- Nachwuchskräfte in Verbandsstrukturen
- Aktive in muslimischen Initiativen und Netzwerken
- Wissenschaftler:innen und Studierende (Islamwissenschaft, Soziologie, Politikwissenschaft)
- Journalist:innen und Medienschaffende
- Politiker:innen und Mitarbeitende in Ministerien und Behörden
- Fachkräfte in Integrationsarbeit und interreligiösem Dialog
Jahrzehntelang galt für Kommunen und Politik die einfache Formel: „Wir reden mit den großen Moscheeverbänden, dann erreichen wir die Muslime.“ Diese Rechnung geht heute nicht mehr auf. Die muslimische Zivilgesellschaft hat sich ausdifferenziert, akademisiert und emanzipiert. Neue Akteure – von Sozialunternehmern bis zu Influencern – prägen den Diskurs, während klassische Verbände an Bindungskraft verlieren. Dieses Seminar ist ein Update für Ihre kommunale Adresskartei. Es analysiert die „Repräsentationslücke“ und zeigt Wege auf, wie Verwaltung und Politik belastbare Beziehungen zu den neuen Playern aufbauen können.
Das Problem: Viele Kommunen stecken in einem Dilemma: Die etablierten Ansprechpartner sind zwar greifbar, erreichen aber oft die Basis (insbesondere die Jugend) nicht mehr oder stehen politisch in der Kritik. Neue Akteure sind oft schwer zu identifizieren, da sie nicht in klassischen Vereinsstrukturen organisiert sind. Wer hier nicht strategisch umsteuert, führt Dialoge im luftleeren Raum.
Ihr Nutzen / Inhalte: Der Workshop liefert eine Strategie zur Diversifizierung Ihrer Netzwerke:
- Die neue Landkarte: Wer sind die relevanten Akteure jenseits von DITIB & Co.? (Start-ups, Netzwerke, zivilgesellschaftliche Initiativen).
- Legitimation prüfen: Kriterien für die Zusammenarbeit. Wer spricht wirklich für eine Gruppe – und wer inszeniert sich nur so?
- Zugänge schaffen: Wie erreiche ich die „Silent Majority“ – die nicht-organisierten Muslime, die oft die Mehrheit stellen?
- Partizipation neu denken: Modelle für Runde Tische und Beiräte, die die reale Vielfalt der Stadtgesellschaft abbilden, statt nur Funktionärsstrukturen zu reproduzieren.
Zielgruppe:
- Integrationsbeauftragte und Kommunale Integrationszentren.
- Bürgermeisterämter und Stabsstellen für gesellschaftlichen Zusammenhalt.
- Parteien und Stiftungen, die ihren politischen Dialog aktualisieren müssen.
Ihr Trainer: Engin Karahan kennt die Verbandslandschaft wie kaum ein anderer. Als Insider versteht er die internen Krisen der etablierten Verbände, als Berater ist er bestens vernetzt mit der neuen Generation muslimischer Akteure. Er hilft Ihnen, die Spreu vom Weizen zu trennen.
- 8 Sections
- 18 Lessons
- 3 Hours
- Einstieg2
- Modul 11
- Modul 23
- Modul 34
- Modul 42
- Modul 54
- Modul 61
- Abschluss1
Engin Karahan ist Gründer von Ethos & Polis und berät Organisationen in Fragen der Konfliktkultur, Vielfaltsgestaltung und professionellen Kommunikation. Er verbindet strategische Analyse mit praktischer Umsetzung und hat langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Teams aus Sozialer Arbeit, Verwaltung und Politik.
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