Anerkannter Träger der Jugendhilfe werden: Voraussetzungen und Prozess
Anforderungen
- Engagement in einem Verein oder einer Gemeinde mit Jugendarbeit
- Interesse an nachhaltiger Professionalisierung
- Keine Vorkenntnisse im Sozialrecht erforderlich
Ziel-Kompetenzen
- Sie verstehen Aufbau und Funktionsweise des deutschen Wohlfahrtssystems
- Sie kennen die gesetzlichen Grundlagen der Jugendhilfe (SGB VIII)
- Sie wissen, welche Rolle Jugendamt, Landesjugendamt und Wohlfahrtsverbände spielen
- Sie können die Anforderungen an einen Träger der Jugendhilfe benennen
- Sie unterscheiden religiöse Bildung, Jugendarbeit und Präventionsarbeit
- Sie haben eine Liste wichtiger Ansprechpartner und Ressourcen
Ziel-Gruppen
- Vorstände von Moscheegemeinden und religiösen Gemeinschaften
- Migrantenselbstorganisationen mit Jugendarbeit
- Vereine, die Jugendhilfeträger werden wollen
- Haupt- und Ehrenamtliche in der migrantischen Jugendarbeit
- Neugegründete Träger in der Aufbauphase
Viele Migrantenselbstorganisationen (MSOs) leisten faktisch Jugendarbeit, agieren aber oft außerhalb der etablierten Strukturen. Der Wunsch nach Anerkennung ist groß: „Wir wollen Teil des Systems sein, nicht nur Lückenbüßer.“ Doch der Weg in die Regelförderung ist bürokratisch anspruchsvoll. Dieses Seminar professionalisiert das Ehrenamt. Es zeigt den Weg aus der Nische hinein in die formale Anerkennung nach SGB VIII. Ziel ist es, aus informellen Initiativen verlässliche, zertifizierte Partner der kommunalen Jugendhilfe zu machen.
Ihr Nutzen / Inhalte: Der Workshop vermittelt das notwendige Verwaltungswissen und strategische Rüstzeug:
- Systemkompetenz: Wie funktioniert das deutsche Wohlfahrtssystem (Subsidiarität) und welche Rolle spielen Jugendamt und Landesjugendamt?
- Die §75-Hürde: Detaillierte Erläuterung der Voraussetzungen für die Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe (SGB VIII).
- Fachlichkeit vs. Frömmigkeit: Die entscheidende Abgrenzung: Wie unterscheidet man förderfähige Jugendarbeit von religiöser Unterweisung? (Ein Kernmodul für religiöse Träger).
- Qualitätsmanagement: Welche Standards, Führungszeugnisse und pädagogischen Konzepte müssen vorliegen, um als Partner der Stadt akzeptiert zu werden?
Zielgruppe:
- Vorstände von Migrantenselbstorganisationen und Kulturvereinen.
- Jugendämter und Kommunen, die ein Interesse daran haben, das informelle Engagement in ihren Städten in qualifizierte Bahnen zu lenken und neue Träger zu erschließen.
Ihr Trainer: Engin Karahan verfügt über 20 Jahre Erfahrung in der Organisationsentwicklung und im Management zivilgesellschaftlicher Verbände. Als Berater begleitet er Träger und Kommunen dabei, Strukturen zu professionalisieren und diverse Teams arbeitsfähig zu machen. Er kennt die Herausforderungen des Ehrenamts genauso gut wie die Anforderungen professioneller Institutionen.
- 7 Sections
- 19 Lessons
- 1 Day
- Einstieg3
- Modul 14
- Modul 23
- Modul 33
- Modul 44
- Modul 52
- Abschluss0
Engin Karahan ist Gründer von Ethos & Polis und berät Organisationen in Fragen der Konfliktkultur, Vielfaltsgestaltung und professionellen Kommunikation. Er verbindet strategische Analyse mit praktischer Umsetzung und hat langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Teams aus Sozialer Arbeit, Verwaltung und Politik.
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